Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Beobachtungshinweise Juni 2017

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Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

Der Fixsternhimmel im Juni über Menden  Nördlich einer geographischen Breite von 49º (Menden liegt bei 51º21’nördlicher Breite) ist auch um Mitternacht die Abenddämmerung noch nicht beendet, während es südlich von 49ºnördlicher Breite, so in Menden, nur für kurze Zeit richtig dunkel wird, d.h., die Sonne steht mindestens 18º unter dem Horizont. Damit ist der beste Zeitpunkt zum Betrachten des Sommerhimmels in diesem Monat die Zeit um Mitternacht. In den Ferienregionen des Mittelmeers kann der Sternenhimmel sehr viel früher betrachtet werden als in Menden. Abseits der hellen Lichtreklame zeigt sich dem Betrachter ein wunderschöner Abendhimmel.
Die Milchstraße steigt dann direkt im Süden am  Himmel empor. Beginnend im „Schützen“ verläuft das Band der Milchstraße über „Adler“, „Schwan“ und „Cassiopeia“ zum nördlichen Horizont. Rechts von der Milchstraße in Zenitnähe finden wir die „Leier“, die mit ihrem markanten Hauptstern, der bläulichweißen Wega, nicht zu übersehen ist. Wega ist ca. 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. Im Westen, aber immer noch steil über unseren Köpfen, finden wir den „Großen Wagen“, obwohl er zirkumpolar ist, bereitet er sich auf seinen Untergang in den nördlichen Dunstschichten vor.  In der Verlängerung der Deichsel  stoßen wir auf das Sternbild „Bootes“ oder „Bärenhüter“. Der Hauptstern Arktur ist deutlich als orangeroter Lichtpunkt zu erkennen. Am Horizont direkt im Süden finden wir den rötlich leuchtenden Antares im „Skorpion“. Die Scheren des Skorpions zeigen auf das Sternbild „Waage“, das sich etwas weiter westlich befindet. Oberhalb des „Skorpions“ finden wir die Sternbilder der „Schlange“ und des „Schlangenträgers“. Die beiden Sternbilder sind nur schlecht zu erkennen, weil sie erstens ineinander verlaufen und zweitens nur von schwachen und wenig markanten Sternen gebildet werden. In der griechischen Mythologie handelt es sich hier um die Schlange des Äskulaps, der wiederum mit dem Schlangenträger identisch ist. Die Schlange soll Äskulap ein heilendes Kraut gebracht haben.

Im Osten kündigt sich die heiße Jahreszeit mit dem Sommerdreieck, das jetzt voll aufgegangen ist, an. Es setzt sich aus den drei Sternen Wega in der „Leier“, Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“ zusammen.

Tief im Süden, knapp über der Horizontlinie, leuchtet dunkelrot Antares im „Skorpion“. Wer in dunkler klarer Nacht zum Himmel schaut, der kann jetzt den sommerlichen Teil der Milchstraße sehen, der sich vom Nordpunkt bis zum Südpunkt des Horizontes erstreckt.

Die scheinbare Bahn der Sonne:
Der im Juni zurückgelegte Bahnabschnitt der Sonne beginnt oberhalb von Aldebaran im „Stier“. In diesem Sternbild erreicht unser Zentralgestirn auch am 21. Juni um 0:35 Uhr seinen nördlichsten Bahnpunkt. Damit beginnt auf der Nordhalbkugel der astronomische Sommer.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.06.2017 05:15 Uhr 13:20 Uhr 21:20 Uhr 23:05 Uhr
10.06.2017 05:10 Uhr 13:20 Uhr 21:30 Uhr 23:15 Uhr
20.06.2017 05:10 Uhr 13:20 Uhr 21:30 Uhr 23:25 Uhr
31.06.2017 05:15 Uhr 13:25 Uhr 21:30 Uhr 23:20 Uhr







Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 16 Std. und 5 Min, sie wächst bis zum 21. auf 16 Std. und 25 Min an, um dann bis zum Ende des Monats auf 16 Std. und 15 Min wieder abzunehmen. Im Juni nimmt die Mittagshöhe der Sonne kaum zu, sie steigt lediglich von ca. 62,1° auf ca. 63,4° bis zum 21. Juni. Am Ende des Monats beträgt die Höhe zur Mittagszeit 63,2.

Der Lauf des Mondes Am 4. Juni gegen 4:00 Uhr können wir in der Morgendämmerung bei klarer Sicht die sehr schmale Sichel des abnehmenden Mondes sehen, allerdings befindet sich der Erdtrabant dann nur knapp über dem Osthorizont. Schon am nächsten Tag ist Neumond. Am 6. Juni gegen 21:30 Uhr kann man mit einem Fernglas versuchen, die ebenfalls sehr schmale Sichel des zunehmenden  Mondes tief am südwestlichen Horizont zu erspähen. Am 6. Juni befindet sich der Mond unterhalb von Pollux im Sternbild „Zwillinge“. Einen Tag später sehen wir den Erdtrabanten zwischen Pollux in den „Zwillingen“ und Procyon im „Kleinen Hund“. Am Abend des 10. Juni steht unserer Erdmond östlich von Regulus im „Löwen“ und südwestlich von Jupiter. Das Erste Viertel wird am 12. Juni gegen 10:10 Uhr erreicht. Drei Tage später nähert er sich Spica, dem Hauptstern des Sternbilds „Jungfrau“,  an. Am 17. Juni gegen 22:30 Uhr zeigt sich unser Mond zwischen Mars und Saturn. Drei Tage später strahlt der Vollmond im Sternbild „Schlangenträger“ vom Himmel. Bis zur Vollmondstellung ist der Verlauf unspektakulär, weil sich unser Erdtrabant durch einen relativ sternenarmen Bereich bewegt. Das „Letzte Viertel“ wird im Sternbild Fische gegen 20:20 Uhr erreicht.  Das Ereignis kann nicht beobachtet werden, weil sich zu diesem Zeitpunkt unser Mond bereits unterhalb der Horizontlinie befindet. Zum Monatsende bildet er mit den offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden im „Stier“ ein Dreieck.

Mondphasen  
01.06.2017 Erstes Viertel, 14:40 Uhr
09.06.2017 Vollmond, 15:10 Uhr
17.06.2017 Letztes Viertel, 13:35 Uhr
24.06.2017 Neumond, 04:30 Uhr

Die ersten fünf Planeten

Merkur  steht am 5. Juni in größter westlicher Elongation. Trotz eines Winkelabstandes von 24°11' kommt es in Menden nicht zu einer Morgensichtbarkeit. Südlich von 42° nördlicher Breite (z.B. auf den Balearen) kann man den sonnennächsten Planeten jedoch in der Morgendämmerung erspähen. Die Merkurhelligkeit beträgt am 5. Juni nur 0.4 mag und nimmt dann schnell zu. Bis zur Dichotomie* am 11. Juni erreicht sie 0.0 mag.


Venus holt die Sonne am 6. Juni im Sternbild „Stier“ ein und steht an diesem Tag kurz vor Mitternacht in oberer Konjunktion mit ihr. Sie kann im Juni nicht beobachtet werden, da sie von uns aus gesehen hinter der Sonne herläuft.

Mars stand im letzten Drittel des Vormonats in Opposition zur Sonne. Der rote Planet wandert rückläufig durch das Sternbild „Waage“. Zum Monatsende wird er stationär. Damit beendet er seine Oppositionsperiode, was auch an der stark zurückgehenden Helligkeit deutlich wird. Sie sinkt im Laufe des Juni von -2.0 mag auf -1.4 mag ab. Damit gehört Mars aber immer noch zu den auffälligen Gestirnen am Nachthimmel. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich Mars allmählich zurück. Am 1. Juni geht der rote Planet um 4:35 Uhr unter. Am 15. Juni erfolgt sein Untergang um 3:25 Uhr und am 30. Juni bereits um 2:20 Uhr.. Am 17. Juni ergibt sich gegen Mitternacht ein netter Himmelsanblick. Über dem Südhorizont sind Mond, Mars, Saturn und Antares im Skorpion relativ nahe beieinander zu sehen.

Jupiter wandert wieder rechtläufig im „Löwen“ und  ist Planet der ersten Nachthälfte. Der Riesenplanet verlegt seine Untergänge von 2:25 Uhr am 1. Juni auf 1:30 am 15. Juni und auf 0:30 Ende Juni. Die Jupiterhelligkeit geht leicht um zurück und im Fernrohr erscheint das Jupiterscheibchen etwas kleiner als zur Oppositionszeit.
Am Abend des 11. Juni zieht der zunehmende Halbmond etwa 1,5 Grad südlich an Jupiter vorbei.

Saturn  steht am 3. Juni im Sternbild „Schlangenträger“ in Opposition zur Sonne. Somit ist der Ringplanet die gesamte Nacht am Sternenhimmel vertreten. Am Oppositionstag geht der helle Saturn um 21 Uhr auf, kulminiert in der Oppositionsnacht um 1:20 Uhr und sinkt morgens um 5:40 Uhr unter die südwestliche Horizontlinie. Wegen seiner südlichen Position erreicht Saturn bei seinem Meridiandurchgang nur eine bescheidene Kulminationshöhe von gut 19°. Am Tag der Opposition erreicht Saturn seine geringste Entfernung von der Erde in diesem Jahr. Am 3. Juni trennen ihn 1348 Millionen Kilometer von uns. Das Licht von Saturn ist damit eine Stunde und 15 Minuten zur Erde unterwegs. Im Teleskop erkennt man die deutlich abgeplattete Saturnkugel. Der mit 26 Grad weit geöffnete Saturnring kann bereits mit kleineren Amateurteleskopen gesehen werden. Zurzeit blickt man auf die Nordhalbkugel des Ringplaneten und auf die Nordseite des Saturnrings. Der Vollmond besucht am 19. Juni den Ringplaneten, wobei er ihn in nördlichem Abstand passiert. Am 30. Juni geht der Ringplanet bereits um 3:45 Uhr unter.

*) In der Astronomie wird die Phase, während der ein nicht selbst leuchtendes Gestirn – also meist ein Planet oder Mond im Gegensatz zu einem Stern – von einem Betrachter als zur Hälfte beleuchtet gesehen wird, als Dichotomie bezeichnet. In der visuellen Astronomie bedeutet Dichotomie daher auch „Halbphase“: Ein Planet oder Mond ist genau von der Seite beleuchtet, sodass er als Halbkreisfläche erscheint. Bekanntestes Beispiel ist die Phase des Halbmondes. Von der Erde aus können Halbphasen außer beim Mond nur bei den Planeten Merkur und Venus beobachtet werden.

Beobachtungshinweise Juli 2017

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Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

Der Sternenhimmel im Juli über Menden und in den Feriengebieten

Der Fixsternhimmel:Bis zum Monatsende dauert in Norddeutschland noch die Zeit der „hellen Nächte“. In Süddeutschalnd dagegen hat man schon zur Monatsmitte zwei volle astronomisch dunkle Nachtstunden. Unsere monatliche Sternkarte zeigt, was wir am Himmel in Richtung Süden sehen. Die Sommersternbilder stehen nun alle auf der Himmelsbühne. Sehr hoch über unseren Köpfen, fast im Zenit steht das Sommerdreieck, das von den drei Sternen, Wega in der „Leier“, Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“, gebildet wird. Diese drei Sterne gehören zu den hellsten Sternen am Himmel überhaupt, und sie werden schon am noch dämmrigen Abendhimmel sichtbar. Die Wega ist ein sehr schönes Objekt für das Fernglas, sie bildet mit dem Sternenpaar e1, e2 Lyrae und ß Lyrae ein deutlich erkennbares gleichseitiges Dreieck. Die arabische Bezeichnung der Wega bedeutet „der herabstürzende Adler“. Sie ist ca. 26 Lj. von uns entfernt, 48mal heller und 4mal größer als unsere Sonne. Die arabische Bezeichnung Denebs bedeutet so viel wie „Schwanz“ (des Schwans). Deneb ist ca. 1825 Lj. entfernt, aber er hat 75000fache Leuchtkraft der Sonne. Atairs arabische Bezeichnung lautet „ der auffliegende Adler“. Er ist ca. 16 Lj. von uns entfernt, sein Durchmesser ist 2mal größer als der der Sonne und seine Leuchtkraft übersteigt die der Sonne um das 9fache. Tief im Süden, deutlich über dem Horizont zeigt sich der rötliche Antares, Hauptstern des „Skorpion“, während sich das Sternbild des „Schütze“ nur undeutlich aus den Dunstschichten des Horizonts heraushebt. Zwischen dem „Schütze“ und dem „Skorpion“ steigt das leuchtende Band der Milchstraße empor, zieht sich durch „Adler“, „Schwan“ und „Kassiopeia“ zum Nordhorizont.
Besonders schön kann man den Sternenhimmel auf den Mittelmeerinseln sehen. Schauen Sie doch einmal bei einem Abendspaziergang in den Himmel und lassen Sie sich einfangen von dem herrlichen Anblick und der unendlichen Tiefe und Weite des Weltraums. Die im Tierkreiszeichen „Skorpion“ und „Schütze“ geboren sind, haben am Mittelmeer die Möglichkeit, ihr Sternbild einmal komplett zu sehen. Besonders schön und leicht zu finden ist der „Skorpion“, der im Juli genau im Süden steht, und in östlicher Richtung schließt sich das Sternbild des „Schütze“ an.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.07.2017 05:15 Uhr 13:25 Uhr 21:30 Uhr 23:20 Uhr
10.07.2017 05:20 Uhr 13:25 Uhr 21:30 Uhr 23:10 Uhr
20.07.2017 05:35 Uhr 13:25 Uhr 21:20 Uhr 22:55 Uhr
31.07.2017 05:50 Uhr 13:25 Uhr 21:05 Uhr 22:35 Uhr








Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 16 Std. und 15 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats um 60 Min. auf 15 Std. 15 Min. ab. Im Laufe des Monats sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 63,1º auf ca. 58,2º am 31. Juli.


Mondphasen  
01.07.2017 Erstes Viertel, 2:50 Uhr
09.07.2017 Vollmond, 05:10 Uhr
16.07.2017 Letztes Viertel, 21:25 Uhr
24.07.2017 Neumond, 11:40 Uhr

Die Planeten im Juli

Merkur eilt der Sonne voraus und vergrößert allmählich seinen östlichen Winkelvorsprung von ihr. Am 30. Juli erreicht er mit 27°12' Winkelabstand schließlich seine größte östliche Elongation von der Sonne. Die maximale Elongation fällt diesmal so groß aus, weil Merkur nur drei Tage später sein Aphel passiert. Trotz des großen Elongationswinkels kommt es in Deutschland nicht zu einer Abendsichtbarkeit. Am Tag der größten östlichen Elongation geht der 0.3 mag helle Merkur um 21:55 Uhr unter. Bevor die Abenddämmerung soweit fortgeschritten ist, dass man Merkur sehen könnte, ist er längst im Horizontdunst verschwunden.

Venus kann am Morgenhimmel gesehen werden. Sie wandert durch das Sternbild „Stier“ und passiert zur Monatsmitte Aldebaran. Am 31. Juli wechselt sie in das Sternbild „Zwillinge“. Venus hat damit in diesem Jahr ihre nördlichste Position im Tierkreis erreicht. Bevor sie ins Sternbild „Zwillinge“ tritt, wandert sie zwei Tage lang durch den nördlichsten Bezirk des „Orion“. Am Morgenhimmel steht sie dann schon relativ hoch, bevor sie in der Morgenhelle verblasst. Am 20. Juli begegnet die schmale Sichel des abnehmenden Mondes dem Morgenstern. Venus, Mond und Aldebaran bilden eine interessante Konstellation am Morgenhimmel gegen 4 Uhr, dafür sollte man seinen Blick gen Osten richten. Die Aufgangszeiten von Venus verändern sich nur unwesentlich. Zu Monatsbeginn geht Venus um 2:55 Uhr  auf, Ende Juli um 2:45 Uhr. Venus ist nach Sonne und Mond hellstes Gestirn am irdischen Firmament.

Mars wird am 27. Juli von der Sonne im Sternbild „Krebs“ eingeholt und steht in Konjunktion mit ihr. Da er am 30. August seine größte Nordbreite erreicht, zieht die Sonne knapp ein Grad südlich an ihm vorbei. Am Tag der Konjunktion trennen uns 397 Millionen Kilometer  vom roten Planeten. Dies ist die größte Entfernung von der Erde, die Mars in diesem Jahr einnimmt. Mars kann im Juli nicht beobachtet werden.
Jupiter beschleunigt seine wieder rechtläufige Bewegung im Sternbild „Jungfrau“ und nähert sich ein wenig Spica, dem hellsten Stern in der „Jungfrau“. Seine Untergänge verlegt der Riesenplanet in die Zeit weit vor Mitternacht. Am 1. Juli geht Jupiter um 1:20 Uhr unter. Am 15. Juli erfolgt der Jupiterunter-gang um 0:20 Uhr und am Monatsletzten schon um 23:20 Uhr. Sowohl am 1. Juli als auch am 28. Juli wandert der zunehmende Halbmond nördlich an Jupiter vorbei.

Jupiter wandert rechtsläufig durch das Sternbild „Löwe“,  er kann nach Einbruch der Dunkelheit am westlichen Abendhimmel gesehen werden. Der Riesenplanet verkürzt seine Sichtbarkeitsdauer erheblich. Erfolgt der Jupiteruntergang am 1. Juli um 0:25 Uhr, so verschwindet der Riesenplanet am 15. Juli schon um 23:35 Uhr und am 31. Juli hingegen schon um 22:35 Uhr. Um diese Uhrzeit endet gerade die nautische Abenddämmerung*. Die Jupiterhelligkeit nimmt im Laufe des Julis leicht auf -1.7mag ab.

Saturn wandert rückläufig durch den „Schlangenträger“ und hat Mitte des Vormonats in Opposition zur Sonne gestanden. Seine Helligkeit sinkt während des Monats leicht ab. Vom Morgenhimmel zieht sich der Ringplanet völlig zurück. Erfolgt der Saturnuntergang am 1. Juli um ca. 4:25 Uhr und am 15. Juli um 3:25 Uhr, so verschwindet der Ringplanet am 31. bereits um ca. 2:20 Uhr unter dem Südwesthorizont.  In der Nacht vom 6. auf 7. Juli begegnet der fast volle Mond Saturn am Südhorizont.
 

Beobachtungshinweise Dezember 2017

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Der Winterhimmel im Dezember

Astronomisches im Monat Dezember

Der Winterhimmel über Menden
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und bis zum 21. Dezember, dem Winterpunkt, werden die Tage immer kürzer. Der Kreis schließt sich und der Sternenhimmel ähnelt wieder dem vom Jahresanfang. Der abendliche Himmel zeigt eindeutig winterlichen Charakter, sowohl kalendarisch als auch astronomisch beginnt der Winter genau mit der Sonnenwende am 21. Dez. gegen 11:44 Uhr für 2016. Alle Wintersternbilder, wie "Orion", "Stier", "Fuhrmann", "Großer Hund", "Kleiner Hund", "Zwillinge" und "Krebs" sind bereits am Ostfirmament aufgegangen.
Zur Standardbeobachtungszeit, 1. Dez. um 23 Uhr bzw. 15. Dez. um 22 Uhr, steht "Perseus" direkt im Zenit. Am Monatsanfang findet man unterhalb des "Perseus" das "Dreieck" und den "Widder", beide Sternbilder werden von relativ lichtschwachen Sternen gebildet. Mitte des Monats befinden sich unterhalb von "Perseus" in südlicher Richtung die Plejaden, ein "Offener Sternenhaufen", der in der griechischen Mythologie als Siebengestirn bezeichnet wird. Die Plejaden sind sehr schön im Fernglas zu sehen, sie gehören zum Sternbild "Stier". Etwas unscheinbarer sind die Hyaden, auch sie sind ein offener Sternhaufen, sie stellen sich nur nicht so kompakt dar wie die Plejaden. Zwischen beiden Sternhaufen verläuft die Sonnenbahn, die Ekliptik. Hyaden und Plejaden bilden das so genannte "Goldene Tor der Ekliptik". Aldebaran, der Hauptstern des "Stiers", liegt noch etwas tiefer und ist wegen seiner orangeroten Färbung nicht zu übersehen. Er ist ein roter Riesenstern, dessen Durchmesser ca. 35mal größer ist als der unserer Sonne und er leuchtet rund 100mal heller als die Sonne. Mit einer Entfernung von 68 Lj. (643 x 1012 km) gehört Aldebaran zu den näher gelegenen Beobachtungsobjekten. Überhaupt gehört der "Stier" mit zu den interessanten Beobachtungsobjekten am Sternenhimmel. Hinzu kommt, dass der Frühlingspunkt vor rund 4000 Jahren im Stier lag und daher als Symbol der Fruchtbarkeit, der Stärke und Kraft angesehen wurde.
Südöstlich des "Stiers" strahlt der "Orion", das wohl bekannteste Wintersternbild. Seine beiden hellen Sterne Beteigeuze (rot) und Rigel (bläulichweiß) sowie die in einer Linie stehenden drei Gürtelsternen sind so markant, das auch ein Anfänger dieses Sternbild leicht identifizieren kann.

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Bild: Sternfreunde Menden

Ein Blick zum Mond
Der Erdtrabant vermag selbst ambitionierte Himmelsbeobachter zu faszinieren: Ob Krater, Rillen, Lava-Meere oder Ringgebirge – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Die langen Nächte im Dezember bieten Mondbeobachtern reichlich Gelegenheit, die Vielfalt der kosmischen Landschaften zu betrachten, die unser Erdtrabant auch für Besitzer kleiner Teleskope und Ferngläser bereithält.
Regelmäßige Touren entlang des Terminators  (Hell-Dunkel-Linie) lohnen sich, denn hier verraten sich viele faszinierende Details durch ihren Schattenwurf. Nutzen Sie die Wintermonate, um den nun hoch am Himmel stehenden Erdtrabanten näher zu erkunden!

Die Bahn der Sonne
Bis zum 18. Dezember verläuft die Sonne scheinbar durch den „Schlangenträger“, dann wechselt sie in das Sternbild des „Schützen“. Hier erreicht sie am 22. Dez. um ca. 0:05 Uhr ihren tiefsten Punkt der Bahn, damit wird auch der kalendarische Zeitpunkt des Winteranfangs markiert.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.12.2017 07:55 Uhr 12:10 Uhr 16:20 Uhr 17:40 Uhr
10.12.2017 08:05 Uhr 12:15 Uhr 16:20 Uhr 17:35 Uhr
20.12.2017 08:15 Uhr 12:15 Uhr 16:25 Uhr 17:45 Uhr
31.12.2017 08:20 Uhr 12:25 Uhr 16:30 Uhr 17:45 Uhr









Die Sonnenscheindauer nimmt im Dezember weiter ab, anfangs scheint sie noch 8 Std. 25 Min. und am Monatsende nur noch 8 Std. 05 Min., damit sind die Nächte im Dezember länger als im Vormonat. Die Mittagshöhe der Sonne geht im Laufe des Monats von 18,2° auf 16,9° zurück.

Der Lauf des Mondes
Am 1. Dez. finden wir den fast vollen Mond gegen 19:00 Uhr im Sternbild „Walfisch“. Gegen 22:00 Uhr zur Standardbeobachtungszeit hat er bereit die Grenze zum Sternbild „Widder“ überschritten.
Zur Vollmondzeit zeigt sich unser Begleiter im Sternbild „Stier“ links vom Hauptstern Aldebaran. Am 7. Dez. gegen 22 Uhr hat unser Erdtrabant gerade im Osten im die Horizontlinie überschritten. Der abnehmende Halbmond zeigt sich am 10. Dez. gegen 6 Uhr in der Frühe im Sternbild „Löwe“ im Südwesten. Am 14. Dez. finden wir die abnehmende Mondsichel im Sternbild „Waage“ und dort bildet er mit Mars und Jupiter ein Dreieck. Neumond ist am 18. Dez., dann macht sich unser Begleiter bei Sonnenaufgang im „Schützen“ unsichtbar. Zwei Tage später am 20. Dez. können wir mit etwas Glück die sehr schmale Mondsichel im Südwesten (Blickrichtung Dortmund) knapp über dem Horizont aufspüren. An Heiligabend steht der zunehmende Mond gegen 19 Uhr im Sternbild „Wassermann“. Zwei Tage später befindet sich unser Begleiter gegen 19 Uhr direkt im Süden im Sternbild „Walfisch“. Am Jahresende zeigt sich der zunehmende Mond gegen Mitternacht im Süden im Sternbild „Stier“.

Mondphasen  
03.12.2017 Vollmond
10.12.2017 Letztes Viertel
18.12.2017 Neumond
26.12.2017 Erstes Viertel

Die Planeten

Merkur   wird am 3. Dez. stationär und strebt anschließend rückläufig seiner unteren Konjunktion mit der Sonne entgegen, die er am 13. Dez. erreicht. Seine Konjunktionsschleife zieht der Kleinste unter den Planeten im Gebiet „Skorpion“ / “Schlangenträger“. Am 23.Dez.  kehrt er seine Bewegungsrichtung um und wird wieder rechstläufig. Seine westlichen Winkelabstände wachsen bis Monatsende auf knapp 23° an. In der letzten Dezemberwoche bietet Merkur eine bescheidene Morgensichtbarkeitschance. Etwa ab dem 24. Dez. lässt sich Merkur in der Morgendämmerung tief im Südosten blicken. Der Aufgang des 0.1 mag hellen Merkur erfolgt an diesem Tag um ca. 6:35 Uhr.  Gegen 7 Uhr sollte man den flinken Planeten erkennen. Eine Viertelstunde später verblasst er in der heller werdenden Morgendämmerung.  Bis Jahresende nimmt die Merkur-helligkeit auf -0.3 mag  zu, die Aufgänge des sonnennahen Planeten bleiben fast konstant.  Bis in das erste Januardrittel 2018 bleibt Merkur am Morgenhimmel auffindbar. Am 1. Januar 2018 erreicht der flinke Planet mit 22°40' seine größte westliche Elongation von der Sonne. Am 12. rast Merkur mit einer Geschwindigkeit von 59 km/s, das sind 212 400 km/Std, durch sein Perihel. Dies ist die höchste Geschwindigkeit eines Planeten in unserem Sonnensystem.
Entfernung zur Sonne: Perihel und Aphel
Die Umlaufbahn der Planeten um die Sonne ist nicht kreisrund, sondern elliptisch (oval). Dies bedeutet, dass sich die Entfernung zwischen den Planeten und der Sonne ständig ändert.
Perihel: Punkt der Umlaufbahn, an dem die Planeten der Sonne am nächsten sind.
Aphel: Punkt der Umlaufbahn, an dem die Planeten am weitesten von der Sonne entfernt sind.

Venus hat sich vom Morgenhimmel zurückgezogen. Erfahrene Planetenjäger können sie gegebenenfalls noch mit einem Fernglas zu Monatsbeginn kurz vor Sonnenaufgang knapp über dem Südosthorizont ausmachen. Am 1. Dez. geht die -3.9 mag helle Venus um ca. 7:05 Uhr auf und am 10. Dez. um ca. 7:30 Uhr. Zum Jahresende erfolgt der Venusaufgang fast gleichzeitig mit dem Sonnenaufgang und kann somit nicht mehr gesichtet werden.

Mars  ist Planet am Morgenhimmel. Er wechselt am 21. Dez. aus dem Sternbild „Jungfrau“  in die „Waage“. Im Lauf des Monats nimmt die Marshelligkeit leicht zu und erreicht am Jahresende
1.5 mag. Der rote Planet geht am 1. Dez. um ca. 3:50 Uhr auf und zu Silvester um ca. 3:40 Uhr.
Die Sichel des abnehmenden Mondes hält sich am 13. und 14. Dez. nahe Mars auf. Am Jahresende trennen uns 293 Millionen Kilometer vom roten Planeten. Dies entspricht einer Lichtlaufzeit von 16,3 Minuten.

Jupiter  kann am Morgenhimmel gesehen werden. Der Riesenplanet wandert rechtsläufig durch das Sternbild „Waage“ . Dabei erreicht er immer südlichere Bezirke des Tierkreises. Jupiter dehnt seine Sichtbarkeitsdauer am Morgenhimmel deutlich aus, da er immer früher aufgeht. Steigt der Riesenplanet am 1. Dez. noch um ca. 5:25 Uhr über die südöstliche Horizontlinie, so erfolgt sein Aufgang am 15. um ca. 4:45 Uhr. Am 31. Dez. geht der -1.8 mag helle Jupiter schon um ca.
3:55 Uhr auf. Der Riesenplanet wird von Mars verfolgt, der ihn aber in diesem Jahr nicht mehr einholen kann. Erst am 7. Jan.  2018 wird Mars  südlich an Jupiter vorbeiziehen. Am 14. Dez. steht die Sichel des abnehmenden Mondes am Morgenhimmel zwischen Jupiter und Mars.

Saturn
Saturn wandert rechtsläufig im Sternbild „Schütze“, er hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und bleibt unsichtbar. Der Ringplanet wird von der Sonne verfolgt, die ihn zu Winterbeginn einholt. Am 21. Dez. steht er in Konjunktion mit ihr. Zur Konjunktion erreicht er seine größte Entfernung von der Erde in diesem Jahrhundert, nämlich 1652 Millionen Kilometer.



Beobachtungshinweise November 2017

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Der Fixsternhimmel im November Der Sternenhimmel im November über Menden
Wenige Minuten nach 18 Uhr endet die astronomische Dämmerung. Zu dieser frühen Abendstunde können wir noch einen letzten Blick auf die Frühlingssternbilder „Bootes“, „Herkules“ und „Schlangenträger“ werfen, bevor sie ein wenig später in den Dunstschichten des Ruhrgebietes untergehen. Die Sommerbilder „Schwan“, „Leier“ und „Adler“ finden wir direkt westlich vom Meridian und die Sternbilder des Herbstes „Pegasus“, „Andromeda“ und „Fische“ südöstlich davon. Von den Wintersternbildern ist außer dem Siebengestirn im „Stier“ tief im Südosten noch nichts zu sehen.
Zur Standardbeobachtungszeit gegen 22 Uhr stehen das Himmels-W, die „Kassiopeia“, hoch im Zenit und die Andromedakette im Meridian unterhalb des Zenits. Unsere nächste Nachbargalaxie, der Andromedanebel, liegt etwas westlich von Meridian und sollte bei freier Sicht mit bloßem Auge und gut mit dem Fernglas zu sehen sein. Unterhalb der Andromedasternenkette finden wir das „Dreieck“ und noch etwas südlicher das Tierkreiszeichen „Widder“. Für beide Sternbilder braucht es etwas Phantasie und Geduld, aber dann sind sie auch ohne Hilfsmittel zu erkennen. Die „Fische“ winden sich in Horizontnähe unterhalb der „Andromeda“ hin zum „Pegasus“, dem geflügelten Pferd der griechischen Mythologie.
In östlicher Richtung zeigt die Sternenkette der „Andromeda“ auf „Perseus“ und den „Fuhrmann“. Unterhalb von „Perseus“ und „Fuhrmann“ steht der „Stier“ mit den offenen Sternenhaufen Plejaden und Hyaden. Weiter südlich ist bereits der mächtige „Orion“ vollständig zu sehen. Die „Zwillinge“ schließen sich in östlicher Richtung an den „Stier“. Wer dagegen kurz vor der Morgendämmerung zur Arbeit muss, der kann jetzt auch schon große Teile des Frühlingshimmels sehen, dessen prominentester Vertreter, der „Löwe“, vom Südosten her auf den Meridian vorrückt.

Astronomisches im Monat November

Die Bahn der Sonne
Am letzten Tag des Oktobers war die Sonne in das Sternbild „Waage“ hinein gewandert. Hier verweilt sie bis zum 23. Nov., um danach ihre Reise entlang der Ekliptik im „Skorpion“  fortzusetzen. Im November sinkt die Sonne weiter unter den Himmelsäquator und damit verkürzt sich die Tageslänge auf  ca. 8 1/2 Std. Für die Astronomen ist es nun fast 12 Stunden dunkel, so dass sie bereits zwischen 18 und 19 Uhr mit ihren Himmelsbeobachtungen beginnen können.
 

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.11.2017 07:10 Uhr 12:05 Uhr 16:55 Uhr 18:10 Uhr
10.11.2017 07:25 Uhr 12:05 Uhr 16:45 Uhr 17:55 Uhr
20.11.2017 07:40 Uhr 12:05 Uhr 16:30 Uhr 17:45 Uhr
30.11.2017 07:55 Uhr 12:10 Uhr 16:20 Uhr 17:40 Uhr









Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 9 Std. und 45 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats um 1 Std. und 20 Min. auf 8 Std. 25 Min. ab. Im Laufe des Monats sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 25,4° auf ca. 18,3° am 30. November.

Der Lauf des Mondes
Am Monatsanfang, 4 Tage vor Vollmond, steht unser Begleiter zu besten Beobachtungszeit direkt im Süden im Sternbild „Walfisch“. Zu Vollmond, am 4. Nov. , zeigt sich unser Erdtrabant auf der Grenze zwischen den Sternbildern „Stier“ und „Widder“. Einen Tag später finden wir den noch fast vollen Mond im offenen Sternenhaufen der Hyaden. Am 8. Nov.,  kurz vor Halbmond, steht dicht er über dem Horizont im Nordosten unterhalb der „Zwillinge“. Am 14. Nov. kurz vor Sonnenaufgang markiert der abnehmende Mond eine Kette aus Mars, Jupiter und Venus am südöstlichen Firmament. Da diese Konstellation nahe am Horizont und nur kurz vor Sonnenaufgang zu beobachten ist, ist ein Fernglas hilfreich. (Nicht mit dem Fernglas in Richtung Sonne schauen, Verletzungsgefahr!) Am 21. Nov. in den frühen Abendstunden kann mit einem Fernglas und etwas Glück die schmale Sichel des zunehmenden Mondes und Saturn am Westhorizont aufgespürt werden. Zur Halbmondzeit am 26. Nov. finden wir unseren Erdtrabanten gegen 19 Uhr im Süden im „Wassermann“.

Mondphasen  
04.11.2017 Vollnond
10.11.2017 Leztes Viertel
18.11.2017 Neumond
26.11.2017 Erstes Viertel

 

Die Planeten

Merkur  gewinnt langsam an östlichem Abstand von der Sonne, die ihm im Tierkreis nachläuft. Am 24. Nov. erreicht er seine größte östliche Elongation von der Sonne. Zu einer Abendsichtbarkeit reicht dies jedoch nicht, denn die abendliche Ekliptik verläuft flach zum Westhorizont.

Venus nimmt Abschied vom Morgenhimmel. Sie strebt immer südlicheren Gefilden des Tierkreises zu. Am 1. Nov. zieht sie nördlich an Spica vorbei, dem Hauptstern der „Jungfrau“. Sie verlässt das Sternbild „Jungfrau“ am 13. Nov. und wechselt in die „Waage“. Am gleichen Tag hält sie sich nur nördlich von Jupiter auf. Die Venusaufgänge verspäten sich weiterhin erheblich. Zum Monatsende geht sie nur noch eine knappe Stunde vor der Sonne auf. Am 1. Nov. erscheint Venus um 5:35 Uhr über dem Horizont und am 15. Nov. um 6:15 Uhr. Am 30. Nov. erfolgt der Aufgang der -3.9 mag hellen Venus erst um 7:05 Uhr.
Am 16. Nov. ergibt sich gegen 6:30 Uhr ein netter Himmelsanblick, wenn sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur morgendlichen Planetenparade Venus - Jupiter - Mars gesellt. Um Jupiter zu erkennen, ist ein Fernglas zu empfehlen.
Am Monatsende ist Venus ca. 251 Million Kilometer von der Erde entfernt. Das zurückgeworfene Sonnenlicht braucht von der Venus bis zur Erde fast 14 Minuten.                                                                                                                                      
Mars kann am Morgenhimmel gesehen werden. Er wandert rechtläufig durch das Sternbild „Jungfrau“  und passiert Spica vom 28. bis 30. Nov. in geringem nördlichem Abstand. Die Aufgangszeiten des roten Planeten verfrühen sich nur unwesentlich. Der Marsaufgang erfolgt am
1. Nov. um 4:05 Uhr und am 30. Nov. um 3:50 Uhr. Am 15. Nov. gesellt sich die Sichel des abnehmenden Mondes zum roten Planeten.

Jupiter stand im letzten Oktoberdrittel in Konjunktion mit der Sonne. Er wandert durch das Sternbild „Jungfrau“ und wechselt am 15. Nov. in die „Waage“. Im Laufe des Monats wachsen die westlichen Elongationen des Riesenplaneten auf knapp 28° an. Ab der Monatsmitte wird der -1.7 mag helle Jupiter am Morgenhimmel knapp über dem Osthorizont sichtbar. Am 15. geht Jupiter um 6:10 Uhr auf. Etwa eine halbe Stunde später sieht man ihn tief am Osthimmel. Die wesentlich hellere Venus kann helfen, Jupiter zu finden. Venus verfolgt den Riesenplaneten und überholt ihn am 13. Nov. Ein netter Himmelsanblick ergibt sich am 16. Nov. gegen 6h30m morgens, wenn sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur Planetenparade Venus - Jupiter - Mars gesellt. Um Jupiter zu erkennen, sollte man zum Fernglas greifen.  Bis zum 30. Nov. verfrühen sich die Jupiteraufgänge auf 5:25 Uhr.


Saturn  wandert rechtläufig durch den „Schlangenträger“ und überschreitet am 19. Nov. die Grenze zum Sternbild „Schütze“. Der Ringplanet beendet seine Abendsichtbarkeit und wird um die Monatsmitte für das freie Auge unsichtbar - die Konjunktion ist nicht mehr fern. Die Untergänge des 0.5 mag hellen Saturn erfolgen am 1. Nov. um 19:20 Uhr, am 10. Nov. um 18:50 Uhr, am 20. Nov. um 18:15 Uhr und am 30. Nov. bereits um 17:40 Uhr.

M27, auch Hantelnebel genannt, ist ein Planetarischer Nebel im Sternbild Füchschen (lat. Vulpecula).
Er war der erste  überhaupt entdeckte Planetarische Nebel überhaupt. Am 12. Juli 1764 wurde dieses Objekt von Charles Messier entdeckt. Es ist 1200-1250 Lichtjahre entfernt und gerade noch mit einem Fernglas als schwacher Nebel zu sehen.
Er ist das Resultat eines alten sterbenden Sterns (Zentralstern), der seine Hülle ins All geschleudert hat und diese durch intensive Strahlung zum Leuchten bringt.
Der Zentralstern ist ein heißer weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von ca. 85000 Kelvin. Er hat eine Helligkeit von 13,8m. Das heißt das ein Stern den man in einer sehr klaren Nacht, bei besten Umweltbedingungen gerade noch mit dem Auge sehen kann 1000mal so hell ist.

 

M027 2005-09.jpg

Aufgenommen mit einer MX916 von Starlight an der Sternwarte Menden am 21.09.2005. Belichtet wurde Luminanz 2x2400s und RGB mit je 2400s.

Sternschnuppen für Frühaufsteher: Vom 12. bis 29. Nov. treten am Morgenhimmel die Leoniden auf. Ihr Radiant liegt im Löwen nordöstlich von Regulus. Das Maximum ist dieses Jahr in der Nacht vom 17. auf 18. November mit maximal 20 Leoniden pro Stunde zu erwarten. Die günstigste Zeit für die Beobachtung liegt zwischen Mitternacht und Morgendämmerung. Diese Sternschnuppen sind außerordentlich schnell (ca. 70 km/s). Das Erscheinen der Leoniden geht auf den Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurück.

Objekt für das Fernglas:
Einst war der große Andromeda-Nebel (M 31), unsere Nachbarmilchstraße, mit bloßen Augen leicht zu erkennen. Infolge der zunehmenden Luftverschmutzung und rapide ansteigenden Störungen durch künstliche Beleuchtung sind viele früher freisichtige Himmelsobjekte heute nur noch im Fernglas auszumachen. M 31 zählt zu den prominenten Objekten des Herbsthimmels. Er ist jetzt leicht mit einem Fernglas zu finden, steht er doch zu unserer Standardbeobachtungszeit fast im Zenit. (Ausgehend vom Pegasusquadrat – links oben => 3 Sterne nach links => 3 Sterne nach oben) Man sieht ein matt schimmerndes Lichtfleckchen, hervorgerufen von mehr als 200 Milliarden Sternen in fast drei Millionen Lichtjahren Entfernung. In einem größeren Teleskop zeigt M 31 einen kleinen, runden Kern mit einem spindelförmigen Lichtschleier. Spiralarme, wie sie auf Aufnahmen großer Teleskope zu erkennen sind, wird man jedoch nicht ausmachen können, außer man nimmt eine Digitalkamera auf einem nachgeführten Teleskop zu Hilfe.

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
abnehmend

Ausleuchtung:
38%

Alter:
23 Tage

Distanz:
383,289 Km

Zeit:
12:10:01 CET

Datum:
12-11-2017

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