Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Beobachtungshinweise Juni 2017

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Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

Der Fixsternhimmel im Juni über Menden  Nördlich einer geographischen Breite von 49º (Menden liegt bei 51º21’nördlicher Breite) ist auch um Mitternacht die Abenddämmerung noch nicht beendet, während es südlich von 49ºnördlicher Breite, so in Menden, nur für kurze Zeit richtig dunkel wird, d.h., die Sonne steht mindestens 18º unter dem Horizont. Damit ist der beste Zeitpunkt zum Betrachten des Sommerhimmels in diesem Monat die Zeit um Mitternacht. In den Ferienregionen des Mittelmeers kann der Sternenhimmel sehr viel früher betrachtet werden als in Menden. Abseits der hellen Lichtreklame zeigt sich dem Betrachter ein wunderschöner Abendhimmel.
Die Milchstraße steigt dann direkt im Süden am  Himmel empor. Beginnend im „Schützen“ verläuft das Band der Milchstraße über „Adler“, „Schwan“ und „Cassiopeia“ zum nördlichen Horizont. Rechts von der Milchstraße in Zenitnähe finden wir die „Leier“, die mit ihrem markanten Hauptstern, der bläulichweißen Wega, nicht zu übersehen ist. Wega ist ca. 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. Im Westen, aber immer noch steil über unseren Köpfen, finden wir den „Großen Wagen“, obwohl er zirkumpolar ist, bereitet er sich auf seinen Untergang in den nördlichen Dunstschichten vor.  In der Verlängerung der Deichsel  stoßen wir auf das Sternbild „Bootes“ oder „Bärenhüter“. Der Hauptstern Arktur ist deutlich als orangeroter Lichtpunkt zu erkennen. Am Horizont direkt im Süden finden wir den rötlich leuchtenden Antares im „Skorpion“. Die Scheren des Skorpions zeigen auf das Sternbild „Waage“, das sich etwas weiter westlich befindet. Oberhalb des „Skorpions“ finden wir die Sternbilder der „Schlange“ und des „Schlangenträgers“. Die beiden Sternbilder sind nur schlecht zu erkennen, weil sie erstens ineinander verlaufen und zweitens nur von schwachen und wenig markanten Sternen gebildet werden. In der griechischen Mythologie handelt es sich hier um die Schlange des Äskulaps, der wiederum mit dem Schlangenträger identisch ist. Die Schlange soll Äskulap ein heilendes Kraut gebracht haben.

Im Osten kündigt sich die heiße Jahreszeit mit dem Sommerdreieck, das jetzt voll aufgegangen ist, an. Es setzt sich aus den drei Sternen Wega in der „Leier“, Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“ zusammen.

Tief im Süden, knapp über der Horizontlinie, leuchtet dunkelrot Antares im „Skorpion“. Wer in dunkler klarer Nacht zum Himmel schaut, der kann jetzt den sommerlichen Teil der Milchstraße sehen, der sich vom Nordpunkt bis zum Südpunkt des Horizontes erstreckt.

Die scheinbare Bahn der Sonne:
Der im Juni zurückgelegte Bahnabschnitt der Sonne beginnt oberhalb von Aldebaran im „Stier“. In diesem Sternbild erreicht unser Zentralgestirn auch am 21. Juni um 0:35 Uhr seinen nördlichsten Bahnpunkt. Damit beginnt auf der Nordhalbkugel der astronomische Sommer.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.06.2017 05:15 Uhr 13:20 Uhr 21:20 Uhr 23:05 Uhr
10.06.2017 05:10 Uhr 13:20 Uhr 21:30 Uhr 23:15 Uhr
20.06.2017 05:10 Uhr 13:20 Uhr 21:30 Uhr 23:25 Uhr
31.06.2017 05:15 Uhr 13:25 Uhr 21:30 Uhr 23:20 Uhr







Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 16 Std. und 5 Min, sie wächst bis zum 21. auf 16 Std. und 25 Min an, um dann bis zum Ende des Monats auf 16 Std. und 15 Min wieder abzunehmen. Im Juni nimmt die Mittagshöhe der Sonne kaum zu, sie steigt lediglich von ca. 62,1° auf ca. 63,4° bis zum 21. Juni. Am Ende des Monats beträgt die Höhe zur Mittagszeit 63,2.

Der Lauf des Mondes Am 4. Juni gegen 4:00 Uhr können wir in der Morgendämmerung bei klarer Sicht die sehr schmale Sichel des abnehmenden Mondes sehen, allerdings befindet sich der Erdtrabant dann nur knapp über dem Osthorizont. Schon am nächsten Tag ist Neumond. Am 6. Juni gegen 21:30 Uhr kann man mit einem Fernglas versuchen, die ebenfalls sehr schmale Sichel des zunehmenden  Mondes tief am südwestlichen Horizont zu erspähen. Am 6. Juni befindet sich der Mond unterhalb von Pollux im Sternbild „Zwillinge“. Einen Tag später sehen wir den Erdtrabanten zwischen Pollux in den „Zwillingen“ und Procyon im „Kleinen Hund“. Am Abend des 10. Juni steht unserer Erdmond östlich von Regulus im „Löwen“ und südwestlich von Jupiter. Das Erste Viertel wird am 12. Juni gegen 10:10 Uhr erreicht. Drei Tage später nähert er sich Spica, dem Hauptstern des Sternbilds „Jungfrau“,  an. Am 17. Juni gegen 22:30 Uhr zeigt sich unser Mond zwischen Mars und Saturn. Drei Tage später strahlt der Vollmond im Sternbild „Schlangenträger“ vom Himmel. Bis zur Vollmondstellung ist der Verlauf unspektakulär, weil sich unser Erdtrabant durch einen relativ sternenarmen Bereich bewegt. Das „Letzte Viertel“ wird im Sternbild Fische gegen 20:20 Uhr erreicht.  Das Ereignis kann nicht beobachtet werden, weil sich zu diesem Zeitpunkt unser Mond bereits unterhalb der Horizontlinie befindet. Zum Monatsende bildet er mit den offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden im „Stier“ ein Dreieck.

Mondphasen  
01.06.2017 Erstes Viertel, 14:40 Uhr
09.06.2017 Vollmond, 15:10 Uhr
17.06.2017 Letztes Viertel, 13:35 Uhr
24.06.2017 Neumond, 04:30 Uhr

Die ersten fünf Planeten

Merkur  steht am 5. Juni in größter westlicher Elongation. Trotz eines Winkelabstandes von 24°11' kommt es in Menden nicht zu einer Morgensichtbarkeit. Südlich von 42° nördlicher Breite (z.B. auf den Balearen) kann man den sonnennächsten Planeten jedoch in der Morgendämmerung erspähen. Die Merkurhelligkeit beträgt am 5. Juni nur 0.4 mag und nimmt dann schnell zu. Bis zur Dichotomie* am 11. Juni erreicht sie 0.0 mag.


Venus holt die Sonne am 6. Juni im Sternbild „Stier“ ein und steht an diesem Tag kurz vor Mitternacht in oberer Konjunktion mit ihr. Sie kann im Juni nicht beobachtet werden, da sie von uns aus gesehen hinter der Sonne herläuft.

Mars stand im letzten Drittel des Vormonats in Opposition zur Sonne. Der rote Planet wandert rückläufig durch das Sternbild „Waage“. Zum Monatsende wird er stationär. Damit beendet er seine Oppositionsperiode, was auch an der stark zurückgehenden Helligkeit deutlich wird. Sie sinkt im Laufe des Juni von -2.0 mag auf -1.4 mag ab. Damit gehört Mars aber immer noch zu den auffälligen Gestirnen am Nachthimmel. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich Mars allmählich zurück. Am 1. Juni geht der rote Planet um 4:35 Uhr unter. Am 15. Juni erfolgt sein Untergang um 3:25 Uhr und am 30. Juni bereits um 2:20 Uhr.. Am 17. Juni ergibt sich gegen Mitternacht ein netter Himmelsanblick. Über dem Südhorizont sind Mond, Mars, Saturn und Antares im Skorpion relativ nahe beieinander zu sehen.

Jupiter wandert wieder rechtläufig im „Löwen“ und  ist Planet der ersten Nachthälfte. Der Riesenplanet verlegt seine Untergänge von 2:25 Uhr am 1. Juni auf 1:30 am 15. Juni und auf 0:30 Ende Juni. Die Jupiterhelligkeit geht leicht um zurück und im Fernrohr erscheint das Jupiterscheibchen etwas kleiner als zur Oppositionszeit.
Am Abend des 11. Juni zieht der zunehmende Halbmond etwa 1,5 Grad südlich an Jupiter vorbei.

Saturn  steht am 3. Juni im Sternbild „Schlangenträger“ in Opposition zur Sonne. Somit ist der Ringplanet die gesamte Nacht am Sternenhimmel vertreten. Am Oppositionstag geht der helle Saturn um 21 Uhr auf, kulminiert in der Oppositionsnacht um 1:20 Uhr und sinkt morgens um 5:40 Uhr unter die südwestliche Horizontlinie. Wegen seiner südlichen Position erreicht Saturn bei seinem Meridiandurchgang nur eine bescheidene Kulminationshöhe von gut 19°. Am Tag der Opposition erreicht Saturn seine geringste Entfernung von der Erde in diesem Jahr. Am 3. Juni trennen ihn 1348 Millionen Kilometer von uns. Das Licht von Saturn ist damit eine Stunde und 15 Minuten zur Erde unterwegs. Im Teleskop erkennt man die deutlich abgeplattete Saturnkugel. Der mit 26 Grad weit geöffnete Saturnring kann bereits mit kleineren Amateurteleskopen gesehen werden. Zurzeit blickt man auf die Nordhalbkugel des Ringplaneten und auf die Nordseite des Saturnrings. Der Vollmond besucht am 19. Juni den Ringplaneten, wobei er ihn in nördlichem Abstand passiert. Am 30. Juni geht der Ringplanet bereits um 3:45 Uhr unter.

*) In der Astronomie wird die Phase, während der ein nicht selbst leuchtendes Gestirn – also meist ein Planet oder Mond im Gegensatz zu einem Stern – von einem Betrachter als zur Hälfte beleuchtet gesehen wird, als Dichotomie bezeichnet. In der visuellen Astronomie bedeutet Dichotomie daher auch „Halbphase“: Ein Planet oder Mond ist genau von der Seite beleuchtet, sodass er als Halbkreisfläche erscheint. Bekanntestes Beispiel ist die Phase des Halbmondes. Von der Erde aus können Halbphasen außer beim Mond nur bei den Planeten Merkur und Venus beobachtet werden.

Beobachtungshinweise Januar 2018

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Astronomisches zum Jahresanfang
Astronomischer Ausblick auf das Jahr 2018
Das Jahr 2018 ist nach dem Gregorianischen Kalender ein Gemeinjahr mit 365 Tagen.
Beginn der Jahreszeiten
Frühling (Tagundnachtgleiche): 20. März 17:15 Uhr
Sommer (Sonnenwende): 21. Juni 11:07 Uhr
Herbst (Tagundnachtgleiche): 23. September 2:54 Uhr
Winter (Sonnenwende): 21. Dezember 23:23 Uhr
Sommerzeit: Die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) geht gegenüber der mitteleuropäischen Zeit um eine Stunde vor. Sie gilt vom 25. März bis 28. Oktober 2018.


Kalender 2018
Am 1. Januar beginnt das japanische Jahr 2678.
Am 14. Januar 2018 beginnt das Jahr 6731 der julianischen Periode.
Am 9. September mit Sonnenuntergang beginnt das jüdische Jahr 5779.
Am 14. September beginnt das Jahr 7527 in der byzantinischen Ära.
Am 21. September beginnt mit Sonnenuntergang das islamische Jahr 1440.

Finsternisse
In diesem Jahr ereignen sich fünf Finsternisse.
Am 31. Januar  und in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli findet je eine totale Mondfinsternis statt. Die
erste kann in Mitteleuropa nicht beobachtet werden, während die zweite in der ersten Nachthälfte am
27. Juli mit verfolgt werden kann. Die drei partiellen Sonnenfinsternisse am 15. Feb., am 13. Juli und
am 11. August können in Mitteleuropa nicht verfolgt werden.

Der Fixsternhimmel im Januar über Menden
Der abendliche Sternenhimmel im Januar ist besonders reich an hellen Sternen und mit seinen klaren Nächten auch hervorragend für Beobachtungen geeignet. Direkt über unseren Köpfen zieht sich das matt schimmernde Band der Milchstraße von Südost nach Nordnordwest, das aber nur fernab des störenden Streulichts bewundert werden kann. Zwei markante Sternbilder liegen direkt in diesem Band, und zwar das Himmels-W „Kassiopeia“ im westlichen Teil und der „Fuhrmann“ im südlichen Teil, zu erkennen an dem klassischen Fünfeck. Kapella, der Hauptstern des „Fuhrmanns“, steht fast im Zenit. Unterhalb des „Fuhrmanns“ schließt sich der „Stier“ mit den beiden offenen Sternenhaufen Hyaden und Plejaden an. Der orangerot schimmernde Aldebaran, Hauptstern des „Stiers“, ist nicht zu übersehen, er steht am 15. gegen 21:00 Uhr genau im Süden. Aldebaran ist ca. 68 Lj. von uns entfernt, 35 mal größer als unsere Sonne und er leuchtet ca. 1000 mal heller als die Sonne. Die Spitze vom „Fuhrmann“ zeigt direkt auf den großen Himmelsjäger „Orion“. Der „Orion“ ist ein so markantes Sternbild, dass es nicht übersehen werden kann, wir brauchen unsere Blicke am Abend nur in Richtung Südost bis Süd richten und man kann ihn deutlich erkennen. Hell wie ein Planet zeigt sich östlich vom „Orion“ in Horizontnähe Sirius, der hellste Stern, der von der Erde aus beobachtet werden kann. Er ist der Hauptstern vom Sternbild „Großer Hund“. Sirius steht der Erde mit 8,7 Lj. sehr nah, das ist auch der Grund dafür, dass er uns so hell erscheint. Wegen seiner Helligkeit wurde Sirius bei allen Völkern des Altertums, angefangen bei den Babyloniern, Ägyptern und Griechen, mit Sagen und Mythen umgeben. Östlich von „Fuhrmann“ und „Stier“ stehen die „Zwillinge“. Dieses Sternbild zeichnet sich durch seine klare Rechteckform aus, es gehört wie der „Stier“ zum Tierkreis.
Der Januar bietet allen Interessierten ein vielfältiges Beobachtungsfeld, ob mit bloßen Augen oder einem normalen Fernglas, die frühe Dunkelheit verbunden mit einem klaren Himmel lässt den Sternenhimmel besonders romantisch und eindrucksvoll erscheinen.


Einladung
Wir, die „Sternfreunde Menden“, möchten Sie wieder herzlich einladen, auch im Jahr 2018 bei uns zu Gast zu sein und mit uns die Tiefe und Unendlichkeit des Sternenhimmels zu genießen. Sie finden uns in Ostsümmern hinter dem Sportplatz am Hülschenbrauck, dort treffen wir uns jeden Freitag ab 20:00 Uhr.

Die Bahn der Sonne
Zu Beginn des Monats wandert die Sonne durch das Sternbild des „Schützen“, um dann am 20. Jan. die Grenze zum „Steinbock“ zu überqueren.
Der Januar ist in der Regel der kälteste Monat des ganzen Jahres. Um so erstaunlicher ist es, dass am 3. Jan. gegen 7 Uhr die Erde den sonnennächsten Punkt (Perihel) ihrer elliptischen Umlaufbahn mit ca. 149,1 Mio. km durchläuft, während sie den entferntesten Punkt (Aphel) ihrer Umlaufbahn am 6. Juli gegen 19 Uhr mit 152,1 Mio. km erreicht. Die ca. 3,0 Mio. km Differenz bewirken, dass das von der Sonne ausgehende Licht ca. 10 sec. früher als im Juli auf der Erde auftrifft. Die mittlere Laufzeit des Lichts von der Sonne zur Erde beträgt ca. 8 min. 20 sec.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.01.2018 08:20 Uhr 12:25 Uhr 16:30 Uhr 17:50 Uhr
10.01.2018 08:15 Uhr 12:30 Uhr 16:40 Uhr 18:00 Uhr
20.01.2018 08:10 Uhr 12:30 Uhr 16:55 Uhr 18:10 Uhr
31.01.2018 07:55 Uhr 12:35 Uhr 17:10 Uhr 18:25 Uhr









Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 8 Std. und 10 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats um 65 Minuten zu und beträgt dann 9 Std. und 15 Min. Im Laufe des Monats steigt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 17,0 auf ca. 22,7 am 31. Januar.

Der Lauf des Mondes
Am 2. Jan. gegen 3:25 Uhr ist Vollmond. Drei Tage später gegen 6 Uhr finden wir den abnehmenden Mond bei Regulus im „Stier“. Am 11. Jan. um ca. 6 Uhr zeigt sich die abnehmende Mondsichel oberhalb von Mars und Jupiter im Sternbild „Waage“. Der weitere Mondlauf  verläuft unspektakulär und die schmale Sichel des zunehmenden Mondes nach Neumond ist am 19. Jan. tief in den Dunstschichten über Dortmund auszumachen. Sein Erstes Viertel am 24. Jan. erreicht unser Trabant auf der Grenze der Sternbilder „Fische“ und „Walfisch“. Zwei Tage später gegen 20 Uhr finden wir den zunehmenden Mond im Sternbild „Stier“. Die Vollmondstellung am 31. Jan. findet im Sternbild „Krebs“ statt.


Mondphasen  
02.01.2018 Vollmond um ca. 03:25 Uhr
08.01.2018 Letztes Viertel um ca. 23:15 Uhr
17.01.2018 Neumond um ca. 03:15 Uhr
24.01.2018 Erstes Viertel um ca. 23:20 Uhr
   

Die Planeten

Merkur   erreicht am 1. Jan. seinen größten westlichen Winkelabstand von der Sonne. Unter guten Sichtbedingungen kann man den sonnennahen Planeten in der Morgendämmerung im Südosten entdecken.
Am 1. Jan. wird Merkur gegen 6:50 Uhr oberhalb der Dunstschichten  am Horizont sichtbar. Es bleibt allerdings nicht viel Zeit um ihn aufzuspüren, denn gegen 7:30 Uhr verblasst er bereits in der zunehmenden Helligkeit. Nach dem 10. Jan. wird man vergeblich nach Merkur Ausschau halten.


Venus  hält sich zu Jahresbeginn am Taghimmel auf. Am 9. Jan. steht sie in oberer Konjunktion zur Sonne und ist dann ca. 256 Mio. Kilometer von der Erde entfernt.


Mars  kann am Morgenhimmel gesichtet werden. Er wandert durch das Sternbild „Waage“ und wechselt am Monatsende in den „Skorpion“. Zu Monatsanfang geht Mars gegen 3:40 Uhr auf und am 31. Jan. gegen 3:25 Uhr. Am 7. Jan. kommt es zu einer engen Begegnung mit dem Riesenplaneten Jupiter. Mars wandert südlich an dem Riesenplaneten vorbei. Am 11. Jan. zeigen sich  gegen 7 Uhr Mars, Jupiter und der abnehmende Halbmond tief am südlichen Horizont.

Jupiter  wandert rechtsläufig durch die „Waage“ und ist am morgendlichen Südosthorizont zu sehen.
Am Monatsanfang geht Jupiter gegen 3:55 Uhr auf und am Monatsende bereits gegen 2:20 Uhr. Mit einer Helligkeit vom -2.0 mag ist Jupiter nach dem Mond das zweit hellste Gestirn am nächtlichen Firmament. Am 7. Jan. wird der Riesenplanet vom rötlichen Mars überholt. Das Dreigestirn Mars – Jupiter – Mond ist am 11. Jan gegen 7 Uhr tief am Südhimmel zu sehen.

Saturn wandert rechtsläufig durch den „Schützen“.  Ende des letzten Jahres stand Saturn in Konjunktion mit der Sonne. Bis Monatsende wächst sein westlicher Winkelabstand so weit, dass ab dem 25. Jan. gegen 6:30 Uhr die Aussicht besteht, ihn am Morgenhimmel aufzustöbern. Bis zum Monatsende verfrühen sich die Aufgänge auf ca. 6 Uhr.



Legende:
Elongation = Winkelabstand zweier Himmelsobjekte
Konjunktion = scheinbare Begegnung zweier Himmelsobjekte
mag (Magnitude) = scheinbare Helligkeit
AE = astronomische Einheit, ca. 150 Mio. km
Lj = Lichtjahr entspricht  9 460 730 472 580,8 km ˜ 9,5 Billionen km
Zenit = der Punkt am Himmel senkrecht über dem Beobachter
Seeing = Maß der Bildunschärfe durch Luftunruhe

Beobachtungshinweise Februar 2018

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Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

 

Der Fixsternhimmel im Februar über Menden
Der abendliche Sternenhimmel im Februar hat nach wie vor winterlichen Charakter. Die Sonnenscheindauer nimmt zwar deutlich zu, doch ab 20:00 Uhr ist der Himmel so dunkel, dass es sich schon lohnt, seinen Blick nach oben zu richten. Um diese Zeit stehen der „Fuhrmann“ hoch im Zenit und darunter der „Orion“, während der „Stier“ den Meridian bereits durchschritten hat.  Die „Zwillinge“ schicken sich gerade an, ihre südlichste Stellung einzunehmen. Am 15. Feb. stehen Castor und Pollux, die beiden bekanntesten Sterne der „Zwillinge“, direkt über unseren Köpfen. Unterhalb der „Zwillinge“ steht Sirius im „Großen Hund“, sein Funkeln ist nicht zu übersehen. Sirius ist mit nur 8,7 Lichtjahren (82x1012 km)  Entfernung eine der nächst gelegenen Sterne, was unter anderem dazu führt, dass er als der hellste Stern an der Hemisphäre wahrgenommen wird. Nur unwesentlich schwächer erscheint Procyon (Entfernung ca. 11,3 Lichtjahre), Hauptstern des „Kleinen Hundes“, er liegt ungefähr in der Mitte zwischen Pollux und Sirius.
Am 15. um 20:00 Uhr zeigt die Spitze des „Fuhrmanns“ genau nach Süden, und lässt man den Blick weiter zum Horizont schweifen, steht halbhoch der „Orion“, das Paradeobjekt des winterlichen Himmels. Bereits mit einem normalen Fernglas kann man die Konturen des Orion-Nebels, der unterhalb der drei Gürtelsterne liegt, erkennen. Besucher, die diesen Nebel zum ersten Mal im Fernrohr sehen, sind überwältigt von seiner Größe und dem Detailreichtum, den schon ein Amateurteleskop sichtbar macht.
Der „Große Wagen“ hat sich im Nordosten empor geschoben und ist nicht mehr zu übersehen. Das Himmels-W „Kassiopeia“, welches dem „Großen Wagen“ gegenüberliegt, versinkt langsam im Nordwesten. Im Südosten kündet Regulus, Hauptstern des „Löwen“, vom Herannahen des Frühlings.

© Stellarium

Das Wintersechseck
Die sechs hellsten Sterne der Wintersternbilder bilden zusammen das Wintersechseck - kein echtes Sternbild, aber eine leicht erkennbare Sechseck-Form am Himmel, die sogar von relativ hellen Standorten noch gut erkennbar ist. Der Sirius bildet dabei die untere linke Ecke des Sechsecks, rechts neben ihm steht Rigel, der "Fußstern" des „Orion“. Schräg darüber folgt der Rote Riese Aldebaran im „Stier“ und noch darüber die Kapella im „Fuhrmann“. Wieder nach unten geht es zu Castor und Pollux in den Zwillingen und schließlich zum Procyon im „Kleinen Hund“.

Objekte für Feldstecher und Fernrohr
Wer den Sternenhimmel schon längere Zeit mit bloßen Augen beobachtet hat und inzwischen Sterne und Sternbilder einigermaßen gut kennt, der mag den Wunsch verspüren, einmal die Himmelsobjekte mit einem Fernglas zu betrachten. Auch wenn es noch so schöne Bilder in Büchern und im Internet gibt - es geht nichts über die eigene Betrachtung der Wunder des Himmels. Man fühlt sich wie die ersten Fernrohrbeobachter vor vierhundert Jahren, wenn man mit eigenen Instrumenten auf Entdeckungsreise geht. Für den Einsteiger, aber auch für "alte Hasen", bietet der Winterhimmel seine typischen Paradeobjekte: Die beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden im Sternbild „Stier“, den großen Orionnebel  südlich der Gürtelsterne des Himmelsjägers „Orion“ und den offenen Sternhaufen Krippe im „Krebs“.  Alles Objekte, die relativ leicht zu finden sind, weil sie sogar mit bloßen Augen zu sehen sind - gute Sichtbedingungen vorausgesetzt, also unter Vermeidung von hellem Mondlicht und künstlicher Beleuchtung. Aber erst im Fernglas bemerkt man die Pracht dieser Paradeobjekte des Winterhimmels. Es sind die Objekte, die auch  wir “Sternfreunde“  bei Führungen auf  unserer Sternwarte gerne unseren Besuchern zeigen.

Astronomischer Ausblick auf den Februar 2018

Die scheinbare Bahn der Sonne:
Die Bahn der Sonne verläuft am Anfang des Monats im Sternbild „Steinbock“. Am 17. überquert sie die Grenze zum „Wassermann“ und verbleibt die zweite Hälfte des Monats dort.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.02.2018 07:55 Uhr 12:35 Uhr 17:15 Uhr 18:30 Uhr
10.02.2018 07:40 Uhr 12:35 Uhr 17:30 Uhr 18:40 Uhr
20.02.2018 07:20 Uhr 12:35 Uhr 17:45 Uhr 18:55 Uhr
28.02.2018 07:05 Uhr 12:30 Uhr 18:00 Uhr 19:10 Uhr









Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 9 Std. und 20 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats auf 10 Std. und 55 Min zu. Im Laufe des Monats steigt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 23,0º auf ca. 32,1º am 28. Feb.

Der Lauf des Mondes  Nach dem zweiten Vollmond am 31. Januar werden wir in diesem Monat keinen Vollmond zu Gesicht bekommen. Dieser geht in den Folgenächten nun immer später über dem östlichen Horizont auf und wird langsam zum Objekt der zweiten Nachthälfte.
Am 1. Februar finden wir ihn in der Nähe von Regulus im „Löwen“. Der Mond wandert weiter durch den „Löwen“ in die „Jungfrau“ und steht am Morgen des 5. Feb.  nordwestlich des Hauptsterns Spica. Am 6. Feb. geht er erst kurz nach Mitternacht auf und am 7. Feb. ist das Letzte Viertel im Sternbild der „Waage“ erreicht. In den Morgenstunden des 8. Februars befindet sich der abnehmende Mond nordöstlich des Riesenplaneten Jupiter. Am darauf folgenden Morgen finden wir die Mondsichel  nördlich von Mars im Grenzgebiet der Sternbilder „Schlangenträger“ und „Skorpion“. Am Morgen des 11. Februar können wir unseren Erdtrabanten nahe Saturn im Sternbild „Schütze“ auffinden. Voraussichtlich zum letzten Mal wird die schmale Sichel des Mondes am Morgen des 13. Feb. erkennbar sein, bis am 15. des Monats die Neumondphase erreicht wird. In der Abenddämmerung des 17. Feb. taucht die schmale Sichel wieder über dem westlichen Horizont (Blickrichtung Dortmund) auf. Sie befindet sich gegen 18:00 Uhr knapp 10 Grad hoch über dem Horizont. An den Folgeabenden wandert der nun wieder zunehmende Mond durch Gebiete, die nur lichtschwache Sterne enthalten weiter in Richtung Osten durch die Sternbilder „Fische“ und „Walfisch“. Am Abend des 22. Februar steht der Mond nahe dem „Goldenen Tor der Ekliptik“ und südlich der Plejaden. Drei Tage später hat der Mond bereits das Sternbild „Zwillinge“ erreicht.  Am letzten Abend des Monats können wir unseren Begleiter nahe Regulus im „Löwen“ sehen.


Mondphasen  
07.02.2018 Letztes Viertel um ca. 16:55 Uhr
15.02.2018 Neumond um ca. 22:05 Uhr
23.02.2018 Erstes Viertel um ca. 09:10 Uhr 
02.03.2018 Vollmond

 

Die Planeten

Merkur  Merkur erreicht am 17. Feb. seine obere Konjunktionsstellung. Trotz seiner flinken Bewegung steht er auch am Anfang und am Ende des Monats zu nahe an der Sonne, so dass er von ihrem Licht überstrahlt wird.

Venus taucht in der zweiten Monatshälfte am Westhorizont in der Abenddämmerung am Westhorizont auf. Zum Monatsende steht sie bei Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6 unter dem Horizont) nur knapp 5 über dem Horizont und ist nur unter guten Bedingungen im Teleskop oder Fernglas zu beobachten.

Mars steht weiterhin am Morgenhimmel und wandert vom „Skorpion“ in den „Schlangenträger“. Im Monatsverlauf nimmt die scheinbare Helligkeit von 1.2 mag auf 0.8 mag zu. Mars geht am Monatsanfang um ca. 3:20 Uhr auf und am Monatsende um ca. 3:00 Uhr. Am Morgen des 9.Feb. wandert der abnehmende Mond oberhalb an Mars vorbei.

Jupiter  im Sternbild „Waage“ wird zum Planeten der zweiten  Nachthälfte. Am 1. Feb. geht der Riesenplanet um ca. 2:15 Uhr auf und am 28. Feb. bereits um ca. 0:40 Uhr. Mit einer scheinbaren Helligkeit von -2.2 mag wird er zu einem dominierenden Objekt am Nachthimmel. Im Teleskop lassen sich bei guter Sicht Wolkenbänder sowie der „Große Rote Fleck“ beobachten. Im Fernglas kann man die Galiläischen Monde und deren Lauf verfolgen. Am Morgen des 8. Feb. befindet sich der abnehmende Mond nordöstlich von Jupiter.

Saturn wandert rechtsläufig durch den „Schützen“. Am 1. Feb. geht der Ringplanet um ca. 5:50 Uhr auf und am Monatsende erfolgt der Aufgang bereits um ca. 4:15 Uhr, was zu einer Beobachtungszeit von gut 2 Std. führt. Am morgendlichen Südosthimmel  kommt es vom 8. Feb. bis 11. Feb. gegen 6 Uhr zu einer kleinen Planetenparade von Jupiter – Mars – Saturn mit der immer dünner werdenden Mondsichel.

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
71%

Alter:
9 Tage

Distanz:
363,603 Km

Zeit:
06:24:48 CET

Datum:
02-25-2018

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