Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

Aktuelle Seite: Home

Beobachtungshinweise November 2017

spacer

zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

 

Der Fixsternhimmel im November Der Sternenhimmel im November über Menden
Wenige Minuten nach 18 Uhr endet die astronomische Dämmerung. Zu dieser frühen Abendstunde können wir noch einen letzten Blick auf die Frühlingssternbilder „Bootes“, „Herkules“ und „Schlangenträger“ werfen, bevor sie ein wenig später in den Dunstschichten des Ruhrgebietes untergehen. Die Sommerbilder „Schwan“, „Leier“ und „Adler“ finden wir direkt westlich vom Meridian und die Sternbilder des Herbstes „Pegasus“, „Andromeda“ und „Fische“ südöstlich davon. Von den Wintersternbildern ist außer dem Siebengestirn im „Stier“ tief im Südosten noch nichts zu sehen.
Zur Standardbeobachtungszeit gegen 22 Uhr stehen das Himmels-W, die „Kassiopeia“, hoch im Zenit und die Andromedakette im Meridian unterhalb des Zenits. Unsere nächste Nachbargalaxie, der Andromedanebel, liegt etwas westlich von Meridian und sollte bei freier Sicht mit bloßem Auge und gut mit dem Fernglas zu sehen sein. Unterhalb der Andromedasternenkette finden wir das „Dreieck“ und noch etwas südlicher das Tierkreiszeichen „Widder“. Für beide Sternbilder braucht es etwas Phantasie und Geduld, aber dann sind sie auch ohne Hilfsmittel zu erkennen. Die „Fische“ winden sich in Horizontnähe unterhalb der „Andromeda“ hin zum „Pegasus“, dem geflügelten Pferd der griechischen Mythologie.
In östlicher Richtung zeigt die Sternenkette der „Andromeda“ auf „Perseus“ und den „Fuhrmann“. Unterhalb von „Perseus“ und „Fuhrmann“ steht der „Stier“ mit den offenen Sternenhaufen Plejaden und Hyaden. Weiter südlich ist bereits der mächtige „Orion“ vollständig zu sehen. Die „Zwillinge“ schließen sich in östlicher Richtung an den „Stier“. Wer dagegen kurz vor der Morgendämmerung zur Arbeit muss, der kann jetzt auch schon große Teile des Frühlingshimmels sehen, dessen prominentester Vertreter, der „Löwe“, vom Südosten her auf den Meridian vorrückt.

Astronomisches im Monat November

Die Bahn der Sonne
Am letzten Tag des Oktobers war die Sonne in das Sternbild „Waage“ hinein gewandert. Hier verweilt sie bis zum 23. Nov., um danach ihre Reise entlang der Ekliptik im „Skorpion“  fortzusetzen. Im November sinkt die Sonne weiter unter den Himmelsäquator und damit verkürzt sich die Tageslänge auf  ca. 8 1/2 Std. Für die Astronomen ist es nun fast 12 Stunden dunkel, so dass sie bereits zwischen 18 und 19 Uhr mit ihren Himmelsbeobachtungen beginnen können.
 

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.11.2017 07:10 Uhr 12:05 Uhr 16:55 Uhr 18:10 Uhr
10.11.2017 07:25 Uhr 12:05 Uhr 16:45 Uhr 17:55 Uhr
20.11.2017 07:40 Uhr 12:05 Uhr 16:30 Uhr 17:45 Uhr
30.11.2017 07:55 Uhr 12:10 Uhr 16:20 Uhr 17:40 Uhr









Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 9 Std. und 45 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats um 1 Std. und 20 Min. auf 8 Std. 25 Min. ab. Im Laufe des Monats sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 25,4° auf ca. 18,3° am 30. November.

Der Lauf des Mondes
Am Monatsanfang, 4 Tage vor Vollmond, steht unser Begleiter zu besten Beobachtungszeit direkt im Süden im Sternbild „Walfisch“. Zu Vollmond, am 4. Nov. , zeigt sich unser Erdtrabant auf der Grenze zwischen den Sternbildern „Stier“ und „Widder“. Einen Tag später finden wir den noch fast vollen Mond im offenen Sternenhaufen der Hyaden. Am 8. Nov.,  kurz vor Halbmond, steht dicht er über dem Horizont im Nordosten unterhalb der „Zwillinge“. Am 14. Nov. kurz vor Sonnenaufgang markiert der abnehmende Mond eine Kette aus Mars, Jupiter und Venus am südöstlichen Firmament. Da diese Konstellation nahe am Horizont und nur kurz vor Sonnenaufgang zu beobachten ist, ist ein Fernglas hilfreich. (Nicht mit dem Fernglas in Richtung Sonne schauen, Verletzungsgefahr!) Am 21. Nov. in den frühen Abendstunden kann mit einem Fernglas und etwas Glück die schmale Sichel des zunehmenden Mondes und Saturn am Westhorizont aufgespürt werden. Zur Halbmondzeit am 26. Nov. finden wir unseren Erdtrabanten gegen 19 Uhr im Süden im „Wassermann“.

Mondphasen  
04.11.2017 Vollnond
10.11.2017 Leztes Viertel
18.11.2017 Neumond
26.11.2017 Erstes Viertel

 

Die Planeten

Merkur  gewinnt langsam an östlichem Abstand von der Sonne, die ihm im Tierkreis nachläuft. Am 24. Nov. erreicht er seine größte östliche Elongation von der Sonne. Zu einer Abendsichtbarkeit reicht dies jedoch nicht, denn die abendliche Ekliptik verläuft flach zum Westhorizont.

Venus nimmt Abschied vom Morgenhimmel. Sie strebt immer südlicheren Gefilden des Tierkreises zu. Am 1. Nov. zieht sie nördlich an Spica vorbei, dem Hauptstern der „Jungfrau“. Sie verlässt das Sternbild „Jungfrau“ am 13. Nov. und wechselt in die „Waage“. Am gleichen Tag hält sie sich nur nördlich von Jupiter auf. Die Venusaufgänge verspäten sich weiterhin erheblich. Zum Monatsende geht sie nur noch eine knappe Stunde vor der Sonne auf. Am 1. Nov. erscheint Venus um 5:35 Uhr über dem Horizont und am 15. Nov. um 6:15 Uhr. Am 30. Nov. erfolgt der Aufgang der -3.9 mag hellen Venus erst um 7:05 Uhr.
Am 16. Nov. ergibt sich gegen 6:30 Uhr ein netter Himmelsanblick, wenn sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur morgendlichen Planetenparade Venus - Jupiter - Mars gesellt. Um Jupiter zu erkennen, ist ein Fernglas zu empfehlen.
Am Monatsende ist Venus ca. 251 Million Kilometer von der Erde entfernt. Das zurückgeworfene Sonnenlicht braucht von der Venus bis zur Erde fast 14 Minuten.                                                                                                                                      
Mars kann am Morgenhimmel gesehen werden. Er wandert rechtläufig durch das Sternbild „Jungfrau“  und passiert Spica vom 28. bis 30. Nov. in geringem nördlichem Abstand. Die Aufgangszeiten des roten Planeten verfrühen sich nur unwesentlich. Der Marsaufgang erfolgt am
1. Nov. um 4:05 Uhr und am 30. Nov. um 3:50 Uhr. Am 15. Nov. gesellt sich die Sichel des abnehmenden Mondes zum roten Planeten.

Jupiter stand im letzten Oktoberdrittel in Konjunktion mit der Sonne. Er wandert durch das Sternbild „Jungfrau“ und wechselt am 15. Nov. in die „Waage“. Im Laufe des Monats wachsen die westlichen Elongationen des Riesenplaneten auf knapp 28° an. Ab der Monatsmitte wird der -1.7 mag helle Jupiter am Morgenhimmel knapp über dem Osthorizont sichtbar. Am 15. geht Jupiter um 6:10 Uhr auf. Etwa eine halbe Stunde später sieht man ihn tief am Osthimmel. Die wesentlich hellere Venus kann helfen, Jupiter zu finden. Venus verfolgt den Riesenplaneten und überholt ihn am 13. Nov. Ein netter Himmelsanblick ergibt sich am 16. Nov. gegen 6h30m morgens, wenn sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur Planetenparade Venus - Jupiter - Mars gesellt. Um Jupiter zu erkennen, sollte man zum Fernglas greifen.  Bis zum 30. Nov. verfrühen sich die Jupiteraufgänge auf 5:25 Uhr.


Saturn  wandert rechtläufig durch den „Schlangenträger“ und überschreitet am 19. Nov. die Grenze zum Sternbild „Schütze“. Der Ringplanet beendet seine Abendsichtbarkeit und wird um die Monatsmitte für das freie Auge unsichtbar - die Konjunktion ist nicht mehr fern. Die Untergänge des 0.5 mag hellen Saturn erfolgen am 1. Nov. um 19:20 Uhr, am 10. Nov. um 18:50 Uhr, am 20. Nov. um 18:15 Uhr und am 30. Nov. bereits um 17:40 Uhr.

M27, auch Hantelnebel genannt, ist ein Planetarischer Nebel im Sternbild Füchschen (lat. Vulpecula).
Er war der erste  überhaupt entdeckte Planetarische Nebel überhaupt. Am 12. Juli 1764 wurde dieses Objekt von Charles Messier entdeckt. Es ist 1200-1250 Lichtjahre entfernt und gerade noch mit einem Fernglas als schwacher Nebel zu sehen.
Er ist das Resultat eines alten sterbenden Sterns (Zentralstern), der seine Hülle ins All geschleudert hat und diese durch intensive Strahlung zum Leuchten bringt.
Der Zentralstern ist ein heißer weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von ca. 85000 Kelvin. Er hat eine Helligkeit von 13,8m. Das heißt das ein Stern den man in einer sehr klaren Nacht, bei besten Umweltbedingungen gerade noch mit dem Auge sehen kann 1000mal so hell ist.

 

M027 2005-09.jpg

Aufgenommen mit einer MX916 von Starlight an der Sternwarte Menden am 21.09.2005. Belichtet wurde Luminanz 2x2400s und RGB mit je 2400s.

Sternschnuppen für Frühaufsteher: Vom 12. bis 29. Nov. treten am Morgenhimmel die Leoniden auf. Ihr Radiant liegt im Löwen nordöstlich von Regulus. Das Maximum ist dieses Jahr in der Nacht vom 17. auf 18. November mit maximal 20 Leoniden pro Stunde zu erwarten. Die günstigste Zeit für die Beobachtung liegt zwischen Mitternacht und Morgendämmerung. Diese Sternschnuppen sind außerordentlich schnell (ca. 70 km/s). Das Erscheinen der Leoniden geht auf den Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurück.

Objekt für das Fernglas:
Einst war der große Andromeda-Nebel (M 31), unsere Nachbarmilchstraße, mit bloßen Augen leicht zu erkennen. Infolge der zunehmenden Luftverschmutzung und rapide ansteigenden Störungen durch künstliche Beleuchtung sind viele früher freisichtige Himmelsobjekte heute nur noch im Fernglas auszumachen. M 31 zählt zu den prominenten Objekten des Herbsthimmels. Er ist jetzt leicht mit einem Fernglas zu finden, steht er doch zu unserer Standardbeobachtungszeit fast im Zenit. (Ausgehend vom Pegasusquadrat – links oben => 3 Sterne nach links => 3 Sterne nach oben) Man sieht ein matt schimmerndes Lichtfleckchen, hervorgerufen von mehr als 200 Milliarden Sternen in fast drei Millionen Lichtjahren Entfernung. In einem größeren Teleskop zeigt M 31 einen kleinen, runden Kern mit einem spindelförmigen Lichtschleier. Spiralarme, wie sie auf Aufnahmen großer Teleskope zu erkennen sind, wird man jedoch nicht ausmachen können, außer man nimmt eine Digitalkamera auf einem nachgeführten Teleskop zu Hilfe.

Termine aktuell

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
zunehmend

Ausleuchtung:
30%

Alter:
5 Tage

Distanz:
401,010 Km

Zeit:
13:38:21 CET

Datum:
11-24-2017

by psdn.net
Zum Seitenanfang UA-10744156-1