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Der Sternenhimmel im November über Menden Wenn wir uns gegen 21 Uhr am östlichen Himmel umsehen, werden wir bemerken, dass einige Wintersternbilder im Osten bereits in vollem Umfang aufgegangen sind, nämlich der „Fuhrmann“, „Stier“, „Orion“ und „Zwillinge“ sorgen für helle Sterne am Osthimmel. Vom Wintersechseck fehlen nur noch Sirius im „Großen Hund“ und Prokyon im „Kleinen Hund“. Nur noch wenige Wochen trennen uns von der Wintersonnenwende.
Das Himmels-W, das Sternbild „Cassiopeia“, hat nun seine höchste Position erreicht und steht zwischen Zenit und Polarstern. Der „Große Wagen“ kreuzt zwischen Polarstern und Norden am Horizont den Meridian. Er befindet sich somit in unterer Kulmination. Bei Zirkumpolarsternbildern, wie beispielsweise „Großer Wagen“ oder „Cassiopeia“, findet sowohl die obere als auch die untere Kulmination über dem Horizont statt. Weit im Westen ist immer noch das Sommerdreieck zu sehen. Relativ hoch steht Deneb, der Schwanzstern des „Schwans“. Auch die helle Wega in der „Leier“ ist gut im Nordwesten zu erkennen, während Atair im „Adler“ nahe dem Westhorizont (über Dortmund) steht und kaum mehr auszumachen ist. Hoch im Süden erspäht man die Sternbilder „Pegasus“, „Andromeda“, „Widder“, „Perseus“. Es sind dies die typischen Herbstbilder, die nach wie vor den Abendhimmel zur Standard-beobachtungszeit dominieren.
Die beiden Sternbilder der Fische, „Walfisch“ und „Fische“, ziehen gerade durch den Meridian. Sie sind schwer zu beobachten, denn ihre Sterne sind recht lichtschwach. Jetzt ist die Zeit günstig, einmal dieses Sternbild mit einem Fernglas zu erkunden. Den Südwesten beherrscht der „Wassermann“. Auch er gehört wie die „Fische“ zu den lichtschwachen Tierkreisbildern. Tief im Südwesten kann man Fomalhaut im „Südlichen Fisch“ aufblitzen sehen.
Die Bahn der Sonne Am letzten Tag des Oktobers war die Sonne in das Sternbild „Waage“ hinein gewandert. Hier verweilt sie bis zum 23. November, um danach ihre Reise entlang der Ekliptik im „Skorpion“ fortzusetzen. Im November sinkt die Sonne weiter unter den Himmelsäquator und damit nimmt die Tageslänge weiter auf bis zu 8 1/2 Stunden ab. Für die Astronomen ist es nun fast 12 Stunden dunkel, so dass sie mit ihren Himmelsbeobachtungen beginnen können.
Sonnenauf- und untergänge 1. November 7:10 Uhr auf, 12:05 Uhr höchster Stand, 17:00 Uhr unter und 18:10 Uhr Ende der Dämmerung
10. November 7:15 Uhr auf, 12:05 Uhr höchster Stand, 16:50 Uhr unter und 18:05 Uhr Ende der Dämmerung
20. November 7:40 Uhr auf, 12:05 Uhr höchster Stand, 16:30 Uhr unter und 17:45 Uhr Ende der Dämmerung
30. November 7:55 Uhr auf, 12:10 Uhr höchster Stand, 16:20 Uhr unter und 17:40 Uhr Ende der Dämmerung
Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 9 Std. und 50 Minuten, sie nimmt bis zum Ende des Monats um ca. 1 Stunde und 45 Minuten ab, auf 8 Std. und 25 Minuten. Im Laufe des Monats sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 25,5° auf 18,3°.
Der Lauf des Mondes Schon am 2. November ist Vollmond und der Erdtrabant steht im Sternbild „Widder“. In den nächsten zwei Wochen wird nun der abnehmende Mond am Morgenhimmel zu sehen sein. Am 4. Nov. gegen 6 Uhr finden wir ihn im Westen in der Nähe der Plejaden, wo er die südlichsten Ausläufer dieses offenen Sternhaufens streift. In der darauf folgenden Nacht steht der Erdtrabant inmitten der prächtigen Wintersternbilder „Orion“, „Fuhrmann“ und „Stier“. Am Morgen des 9. Nov. sehen wir den abnehmenden Halbmond in der Nähe von Mars und dem offenen Sternhaufen der Praesepe im „Krebs“, mit denen er ein Dreieck bildet. Eine Nacht später finden wir ihn in der Nähe von Regulus im „Löwen“, zwei Tage später steht Saturn nicht weit entfernt. In der Morgen- dämmerung dürften wir letztmals die schmale Sichel des abnehmenden Mondes vor Neumond am 16. Novembe sichten können. Wegen der ungünstig flachen Lage der Ekliptik zum Horizont am Abendhimmel müssen wir uns in Geduld fassen, bis wir den zunehmenden Mond am Abend des 19. November wieder tief im Südwesten sehen können. Am Abend des 23. November können wir den Mond in Begleitung von Jupiter bewundern, der sich zunächst südöstlich von ihm befindet. Dieses Ereignis lässt sich sehr gut mit einem Fernglas beobachten.
Mondphasen 2. November Vollmond um ca. 20:15 Uhr
9. November Letztes Viertel um ca. 16:55 Uhr
16. November Neumond um ca. 20:15 Uhr
24. November Erstes Viertel um ca. 22:40 Uhr
Die Planeten im November Merkur hält sich am Taghimmel auf und bleibt unbeobachtbar.
Venus gibt ihre Abschiedsvorstellung am Morgenhimmel. Sie strebt immer südlicheren Gefilden des Tierkreises zu. Am 2. zieht sie nördlich an Spica, dem Hauptstern der „Jungfrau“, vorbei. Sie verlässt das Sternbild „Jungfrau“ am 14. November und wechselt in die „Waage“. Die Venusaufgänge verspäten sich weiterhin erheblich. Zum Monatsende geht sie nur noch eine knappe Stunde vor der Sonne auf. Am 1. November erscheint Venus um 5:30 Uhr über der Horizontlinie. Am 30. November erfolgt der Aufgang der hellen Venus erst um 7:00 Uhr.
Im Teleskop sieht man ein kleines, voll beleuchtetes Venusscheibchen. Bis Monatsende ist ihr Abstand von der Erde auf 250 Millionen Kilometer angewachsen. Fast vierzehn Minuten ist das Licht von Venus dann zur Erde unterwegs.
Mars begegnet gleich am Monatsanfang dem offenen Sternhaufen M 44 (Krippe) im „Krebs“. Vor allem im Fernglas oder Teleskop bei großem Gesichtsfeld ist diese Passage von Mars durch die zahlreichen glitzernden Lichtpünktchen der Krippe ein Leckerbissen. Ende November verlässt Mars das Sternbild „Krebs“ und wechselt in den „Löwen“, wobei er deutlich seine rechtsläufige Bewegung abbremst. Während des Monats steigert der rote Planet seine Helligkeit sichtbar, womit er zu einem auffälligen Objekt am Nachthimmel wird. Um Mitternacht sieht man den roten Planeten am Osthimmel, gegen Morgen steht er hoch im Süden.
Mars geht am 1. November um 22:30 Uhr auf, am 15. November um 22:05 Uhr und am 30. November bereits um 21:30 Uhr. Bis zum 30. Nov. wächst der scheinbare Marsdurchmesser an. Details sind nur schwer auf dem Marsscheibchen auszumachen, aber die Nordpolarkappe ist schon zu erkennen.
Jupiter wandert rechtsläufig durch den „Steinbock“, er beschleunigt merklich seine Bewegung. Am Ende des ersten Monatsdrittels erreicht Jupiter seinen größten östlichen Winkelabstand zur Sonne. Der Riesenplanet verkürzt drastisch seine Sichtbarkeitsdauer und wird zum Planeten des Abendhimmels. Am 1. November erfolgt der Jupiteruntergang um 23:40 Uhr, am 15. November um 22:50 Uhr und am 30. November bereits um 22:00 Uhr. Die jetzt früh einsetzende abendliche Dunkelheit ermöglicht noch eine Sichtbarkeitsdauer von knapp fünf Stunden.
Saturn wandert durch die „Jungfrau“ und baut seine Stellung am Morgenhimmel aus. Am 1. November geht der Ringplanet um 3:30 Uhr auf, am 15. Nov. um 2:45 Uhr und am 30. November schon um 1:50 Uhr. Die Neigung (Öffnung) des Saturnringes nimmt im Laufe des Monats zu, so dass im Teleskop der Ring nun deutlich als zwei helle Spitzen links und rechts des Saturnglobus zu sehen ist.
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