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Donnerstag, 09. September 2010

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Beobachtungshinweise März 2010
Mittwoch, den 03. März 2010 um 00:00 Uhr

Die Sternkarte  gilt für den 15. März, 22.00 Uhr MEZ (23.00 MESZ) Der Fixsternhimmel im März 2010 über Menden
Noch stehen die Wintersternbilder, „Stier“, „Orion“, „ Großer Hund“, „Fuhrmann“ und „Zwillinge“, am westlichen Abendhimmel und bereiten sich auf ihren Untergang vor. Denn mit dem Monat März zeigen die Blumen in den Vorgärten an, dass der Winter sich endgültig verabschiedet hat. Astronomisch exakt vollzieht sich dieser Wechsel am 20. März um 18:32 Uhr, denn dann steht die Sonne genau auf dem Frühlingspunkt und es herrscht Tagundnachtgleiche. Von nun an sind die Nächte kürzer als die Tage.

Der „Krebs“, ein relativ unscheinbares Sternbild, hat den Gipfel erklommen und wandert eben durch den Meridian. Mitten im „Krebs“ liegt der wunderschöne offene Sternhaufen Praesepe oder Krippe. In unseren lichtüberfluteten Städten ist er immer schwerer mit bloßen Augen zu erkennen. Im Fernglas jedoch kann man ihn einwandfrei erkennen. Dem „Krebs“ folgt im Tierkreis etwas weiter südöstlich der majestätische „Löwe“. Leicht ist das mächtige Sternentrapez des „Löwen“ mit Regulus an der Spitze zu erkennen. Regulus, sein Hauptstern, markiert genau die Ekliptik, die Bahn auf der die Planeten zu finden sind. Lassen wir unseren Blick weiter östlich schweifen, so stoßen wir auf das Sternbild der „Jungfrau“ mit der bläulich weißen Spica als Hauptstern. Spica steht etwas unterhalb der Ekliptik.

Gegen Mitternacht steht der „Große Wagen“ direkt über unseren Köpfen im Zenit. Folgt man dem Bogen der Wagendeichsel, so stößt man direkt auf  den orangeroten Arktur im „Bootes“. „Bootes“ ist an seiner typischen Form eines Kinderdrachens sehr leicht zu erkennen.

Dem aufmerksamen Beobachter wird es sicherlich nicht entgangen sein, dass die Sterne in verschiedenen Farbnuancen leuchten,  bei Arktur ist ein rötlicher Schimmer, bei Spica ein bläulich weißer Schimmer nicht zu übersehen, während Regulus rein weiß leuchtet.

Die scheinbare Bahn der Sonne
Der Weg der Sonne führt weiter durch den „Wassermann“, um am 12. März in das Sternbild der „Fische“ hinüberzuwechseln. Hier hält sie sich bis zum Monatsende auf. Am 20. März überquert sie gegen 18:32 Uhr den Himmelsäquator (Frühlingspunkt). Dann geht an jedem Ort der Erde die Sonne um 6 Uhr auf und am Abend um 18 Uhr unter. Daher heißt der Tag des Frühlingsanfanges auch Tag- und Nachtgleiche.
Der Lauf der Sonne

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.03.2010 7:05 Uhr 12:30 Uhr 18:00 Uhr 19:10 Uhr
10.03.2010 6:45 Uhr 12:30 Uhr 18:15 Uhr 19:25 Uhr
20.03.2010 6:25 Uhr 12:25 Uhr 18:30 Uhr 19:45 Uhr
31.03.2010 7:00 Uhr 13:25 Uhr 19:50 Uhr 21:00 Uhr








Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 10 Std. und 55 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats auf 12 Std. und 50 Minuten zu. Im Laufe des Monats steigt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 32,5º auf ca. 44,2º am 31. März.

Ab Sonntag, dem 28. März gilt in Deutschland wieder die Sommerzeit und damit müssen alle Uhren wieder eine Stunde vorgestellt werden.


Der Lauf des Mondes

Zu Beginn des Monats sehen wir den noch fast vollen Mond im Sternbild „Jungfrau“, südlich vom Ringplaneten Saturn. Am frühen Morgen des 4. März zieht der Mond unterhalb an Spica in der „Jungfrau“ vorbei. Am 9. und 10. März durchwandert die abnehmende Mondsichel das Sternbil „Schütze“ und steht tief im Süden. Einen letzten Blick auf die schmale Mondsichel können wir am 12. März erhaschen, obwohl der Neumond erst am 15. März bevorsteht. Dies liegt an der flachen Lage der Ekliptik relativ zum Horizont. Schon am 16. März bietet sich die Chance, die hauchdünne Mondsichel weniger als einen Tag nach Neumond am abendlichen Himmel aufzuspüren.

Für die Beobachtung benötigen Sie jedoch ein Fernglas, da der Vorsprung der Sonne auf die Mondsichel nur rund zehn Grad beträgt und der Abendhimmel noch recht hell erscheint. Venus kann als Suchhilfe heran gezogen werden, da sie etwas oberhalb der schmalen Sichel steht. In den nächsten Tagen lässt sich dann die stetig dicker werdende Mondsichel mit dem attraktiven Erdschein, der die ganze Scheibe hervortreten lässt, verfolgen. Am 20. März finden wir die Mondsichel rund zwei Grad von den Plejaden entfernt, sie geht dann gegen Mittemacht unter. Am 23. März durchläuft der Mond das erste Viertel, er zeigt sich als zunehmender Halbmond. Am Abend des 25. März passiert der Mond den roten Planeten Mars im Sternbild „Krebs“ und pirscht sich am 27. an Regulus, den Hauptstern des „Löwen“, heran. In der Nacht vom 29. auf den 30. März wird der Vollmond erreicht, er steht dann wieder in der Nähe von Saturn.

Mondphasen
07.03.2010 Letztes Viertel um ca. 16:40 Uhr
15.03.2010 Neumond um ca. 22:00 Uhr
23.03.2010 Erstes Viertel um ca. 12:00 Uhr
29.03.2010 Vollmond um ca. 04:25 Uhr



Die Planeten im März

Merkur eilt durch das Sternbild „Wassermann“. Er läuft der Sonne hinterher und holt sie schließlich am 14. März ein. An diesem Tag steht er in oberer Konjunktion mit ihr. Bis Monatsende wächst sein östlicher Winkelabstand von der Sonne auf 16° an. Dadurch ergibt sich gegen Monatsende die Möglichkeit, Merkur am Abendhimmel knapp über dem Westhorizont zu sehen. Am 26. März wird der helle Merkur kurz nach 19:00 Uhr in der Abenddämmerung sichtbar. Etwa eine halbe Stunde später verschwindet er im Dunst des Ruhrgebietes. Der Merkuruntergang erfolgt am 26. März um 19:50 Uhr. Am 31. kann man Merkur knapp über dem Westhorizont nahe der strahlend hellen Venus sehen.

Einen Tag nach seiner oberen Konjunktion mit der Sonne wechselt Merkur in das Sternbild „Fische“. Am 29. März  rast Merkur mit 59 Kilometer pro Sekunde durch seinen sonnennächsten Bahnpunkt, das Perihel. An diesem Tag ist Merkur nur 46 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Das Sonnenlicht ist dann zwei Minuten und 20 Sekunden zu Merkur unterwegs.

Venus setzt sich allmählich als Abendstern durch. Am 7. März passiert sie etwas südlicher den Frühlingspunkt im Sternbild „Widder“. Die helle Venus verlagert ihre Untergänge von 19:00 Uhr am 1. auf 19:45 Uhr am 15. und auf  21:35 Uhr am Monatsletzten. Da auch die Sonne immer später untergeht, ist der Gewinn an Sichtbarkeitsdauer eher bescheiden.
Am letzten Tag des Monats kann man Venus und den lichtschwächeren sowie tiefer stehenden Merkur gegen 20:00 Uhr knapp über dem Westhorizont ausmachen.

Mars wird am 11. März im „Krebs“ stationär und beendet damit seine Oppositionsperiode, was man auch an der stark sinkenden Helligkeit bemerkt. Nach seinem Stillstand steuert Mars wieder rechtläufig auf die Krippe (Praesepe, M 44) zu, die er Mitte April erreicht. Am Abendhimmel sieht man den roten Planeten hoch im Süden. Am 1. März kulminiert Mars um 22:00 Uhr, am 15. um 21:00 Uhr und am 31. bereits um 21:05 Uhr.  Seine Untergänge verfrüht der rote Planet von 6:10 Uhr  zu Monatsbeginn 5:10 Uhr Ende März.
Am 31. geht Mars durch das Aphel seiner stark elliptischen Bahn. Im sonnenfernsten Bahnpunkt trennen ihn 249,22 Millionen Kilometer von der Sonne. Dies entspricht einer Lichtlaufzeit von 13 Minuten und 51 Sekunden.

Jupiter im „Wassermann“ stand am letzten Tag des Vormonats in Konjunktion mit der Sonne. Der Riesenplanet kann sich aus den Strahlen der Sonne noch nicht befreien und bleibt unsichtbar.

Saturn wandert rechtsläufig durch die „Jungfrau“, kommt in der Nacht vom 21. auf 22. in Opposition zur Sonne. Der Ringplanet ist somit die ganze Nacht über beobachtbar, seine Entfernung von der Erde erreicht ein Minimum und er leuchtet mit maximaler Helligkeit.
Während der Saturnaufgang am 1. noch um 19:45 Uhr erfolgt, so steigt der Ringplanet am Oppositionstag schon um 18:15 Uhr über die östliche Horizontlinie. Um 0:30 Uhr nimmt er seine höchste Position im Süden ein und geht am nächsten Morgen um 6:40 Uhr unter.

Bis Monatsende verfrühen sich die Saturnuntergänge geringfügig um eine halbe Stunde auf 7:05 Uhr. Zur Opposition ist Saturn 1272 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, dies entspricht dem Achteinhalb fachen der Distanz Sonne-Erde. Das Licht ist von Saturn somit eine Stunde und elf Minuten zu uns unterwegs. Die Sonnendistanz von Saturn beträgt zur Opposition 1421 Millionen Kilometer.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. April 2010 um 16:28 Uhr
 

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