Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

Donnerstag, 09. September 2010

Himmelsvorschau

Aktuell: August 2010 weiter>>

Termine 2010

September 2010
So Mo Di Mi Do Fr Sa
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 1 2
Start Astronomie Himmelsvorschau Himmelsvorschau Archiv Beobachtungshinweise April 2010
Beobachtungshinweise April 2010

Die Sternkarte gilt für den 15. April, 22.00 Uhr MEZ (23.00 MESZ) Der Fixsternhimmel im April 2010 über Menden
Die astronomische Nacht nimmt im April weiter ab, sie schrumpft von etwa sieben Stunden auf fünf Stunden am Monatsende. Mit einsetzender Abenddämmerung nehmen die Frühlingssternbilder ihre Position zwischen SO und Süd am Himmel ein. Im Meridian steht der „Löwe“, er ist das Frühlingssternbild schlechthin. Sein Hauptstern Regulus (lat. kleiner König) liegt ziemlich genau auf der Ekliptik (Bahn der Planeten) und ist ein 85 Lj. entferntes Dreifachsystem. Bereits mit einem Fernglas vermag man den 7m hellen Begleiter in 176“ Abstand auszumachen. Die dritte Komponente ist allerdings nur mit einem Fernrohr aufzuspüren. Der Mythologie nach soll es sich bei dem Sternbild um den Nemeischen Löwen handeln, den Herakles tötete, als er seinen ersten Auftrag für Eurystheus, den König von Mykene und Tiryns, erfüllte. Lassen wir nun unseren Blick in Richtung des Zenits schweifen, so finden wir oberhalb des „Löwen“ den „Kleinen Löwen“, er wird nur von lichtschwachen Sternen ab der 4. Größenordnung gebildet. Dieses Sternbild wurde von dem in Danzig Ende des 17. Jahrhunderts lebenden Astronom Johannes Hevelius eingeführt, um die Lücken in den aus der Antike überlieferten Sternbildern zu füllen. Im Zenit steht der „Große Wagen“, das wohl bekannteste Sternbild überhaupt am nördlichen Sternenhimmel. Die Verlängerung der Deichsel zeigt genau auf Arktur im „Bootes“. Arktur ist der vierthellste Stern am gesamten Firmament. Er befindet sich in einer Entfernung von ca. 36 Lj. (340 x 1012 km) zur Erde und wer genau hinschaut, sieht, dass er orangefarbig leuchtet. „Bootes“ oder Bärenhüter sieht aus wie ein großer Kinderdrachen. Die Amerikaner sehen in „Bootes“ eine große Eistüte. Weiter ostwärts folgt die „Nördliche Krone“ (Corona Borealis). Es handelt sich dabei um eine halbkreisförmige Sternenkette.  Ein einzelner Stern in diesem Halbkreis fällt auf, weil er deutlich heller ist als die anderen. Er wird Gemma genannt, was soviel wie Edelstein oder Juwel bedeutet. Das Sternbild soll die mit Edelsteinen besetzte Krone darstellen, die Ariadne, die Tochter des kretischen Königs Minos , als Hochzeitsgeschenk bekam.

Anfang des 17. Jahrhunderts ersetzte der in Augsburg lebende Julius Schiller die bisherigen Symbole durch christliche. In seinem 1627 erschienenen „Coelum Stellatum Christianum“ (Christlicher Sternenhimmel) ordnete er Corona Borealis dem Namen „Dornenkrone Christi“ zu.
Sehr unterschiedliche Bedeutung hatte das Sternbild in anderen Kulturkreisen. Die Araber sahen darin die Schüssel eines Bettlers und die Chinesen eine Geldkette. Die Aborigines, für die der Halbkreis aus sieben Sternen nach unten offen erscheint, interpretieren ihn als Bumerang und die Indianer in Brasilien als Gürteltier.

Östlich vom „Löwen“ folgt das Sternbild „Jungfrau“, das wie der „Löwe“ zum Tierkreis, also zu jenen Sternbildern gehört, durch die die Sonne und Planeten ziehen. Der Hauptstern Spica ist leicht zu finden, wenn man dem Bogen der Deichselsterne des „Großen Wagen“ über Arktur weiter zum Horizont folgt. Die „Jungfrau“ ist das zweitgrößte Sternbild am Himmel und das größte der zwölf Tierkreissternbilder.

Die scheinbare Bahn der Sonne
Die Sonne zieht zur Mittagszeit ihre Bahn durch die Sternbilder „Fische“ und „Widder“. Die Grenze zwischen den beiden Sternbildern überschreitet sie am 18. April.

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.04.2010 06:55 Uhr 13:25 Uhr 19:50 Uhr 21:05 Uhr
10.04.2010 06:35 Uhr 13:20 Uhr 20:05 Uhr 21:20 Uhr
20.04.2010 06:15 Uhr 13:20 Uhr 20:20 Uhr 21:40 Uhr
30.04.2010 06:00 Uhr 13:15 Uhr 20:35 Uhr 21:00 Uhr








Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 12 Std. und 55 Min, sie wächst bis zum Ende des Monats um fast 1 Std. 40 Min. auf 14 Std. 35 Min. an. Im Laufe des Monats steigt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 44,7° auf ca. 54,9° am 30. April. Die Tage sind im April deutlich länger als die Nächte, wobei der Helligkeitsgewinn in den Abendstunden durch die Umstellung auf die Sommerzeit am deutlichsten spürbar ist.

Der Lauf des Mondes

Am 2. April finden wir den zunehmenden Halbmond in der Nähe des Sternbilds „Zwillinge“. Drei Tage später sehen wir den  Erdtrabanten drei Grad südlich von Regulus im Sternbild „Löwe“. In der Nacht vom 6. auf den 7. April passiert er in einem Abstand von sechs Grad den Ringplaneten Saturn, drei Tage später am 9 April ist Vollmond. Am frühen Morgen des 13. April steht der Erdtrabant nur fünf Grad westlich des Roten Riesen Antares im Sternbild „Skorpion“. Am 17. April ist der abnehmende Halbmond erreicht, einen Tag später nähert sich der Erdtrabant Jupiter an. Rund vier Tage später, am 22. April, können wir den Mond in der Nähe vonVenus tief am südöstlichen Himmel sichten. Am 25. April ist Neumond. Schon etwa 40 Stunden danach, am Abend des 26. April, können wir wieder die schmale Sichel des Mondes in der Dämmerung aufspüren, zwei Grad unter ihr steht Merkur.

Mondphasen
02.04.2010 Erstes Viertel um ca. 15:35 Uhr
09.04.2010 Vollmond um ca. 15:55 Uhr
17.04.2010 Letztes Viertel um ca. 14:36 Uhr
25.04.2010 Neumond um ca. 04:25 Uhr



Die Planeten im März

Merkur bietet im April die günstigste Abendsichtbarkeit des ganzen Jahres. Der flinke Planet entfernt sich langsam von der Sonne. Am 26. erreicht er seine größte östliche Elongation von der Sonne. Ab 11. kann man mit Aussicht auf Erfolg versuchen, Merkur tief am Westhorizont eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang aufzuspüren. Vom 16. bis 26. ist Merkur vergleichsweise günstig zu beobachten. Der -1,2 mag helle Merkur geht am 11. um 21:20 Uhr unter. Bis 16. nimmt die Merkurhelligkeit um eine halbe Größenklasse ab und die Merkuruntergänge verspäten sich auf 21:55 Uhr. Am 26. geht Merkur bereits gegen 21:35 Uhr unter. Am Tag der größten östlichen Elongation ergibt sich ein hübscher Anblick am Abendhimmel, wenn die extrem schmale Sichel des zunehmenden Mondes knapp nördlich ("oberhalb") von Merkur zu sehen ist.

Venus hat ihre untere Konjunktion mit der Sonne gerade hinter sich. Schon im ersten Monatsdrittel macht sie sich als Morgenstern bemerkbar. Ihre Helligkeit nimmt während des Monats merklich zu. Venus geht am 1. um 6:00 Uhr auf, am 15. um 5:15 Uhr und am 30. schon um 4:40 Uhr. Am 15. beendet Venus ihre rückläufige Bewegung und wird in den „Fischen“ wieder rechtsläufig. Am 22. wandert die schmale Sichel des abnehmenden Mondes an Venus vorbei. Im Fernrohr zeigt sich zunächst eine extrem schmale und große Sichel, die im Laufe des Monats kleiner und dicker wird. Venus entfernt sich von der Erde: Zu Monatsende trennen uns 64 Millionen Kilometer von unserem inneren Nachbarplaneten. Am 18. April zieht Venus nördlich an Mars vorbei.

Mars zeigt sich auch in diesem Monat noch nicht am Morgenhimmel. Er vergrößert seinen westlichen Winkelabstand während des Monats nur unwesentlich von 28° auf 34° - er folgt gewissermaßen der Sonne auf den Fersen.

Jupiter der rechtsläufig durch das Sternbild „Steinbock“ wandert, baut seine Morgensichtbarkeit aus. Am 1. geht der Riesenplanet um 5:25 Uhr auf, am Monatsletzten bereits um 3:40 Uhr. Am 19. wandert der abnehmende Mond am Riesenplaneten vorbei.

Saturn stand zu Beginn des Vormonats in Opposition zur Sonne. Er wandert rückläufig durch den „Löwen“, wobei er deutlich langsamer wird. Vom Morgenhimmel zieht sich der Ringplanet allmählich zurück. Am 1. April erfolgt der Saturnuntergang um 6:35 Uhr und am 15. um 5:40 Uhr. Trotz oder gerade wegen der geringen Ringöffnung ist Saturn ein Ostergeschenk im Fernrohr, besonders bei Vergrößerungen von 100  bis 200 fach.

 

Beobachtungswetter

Termine aktuell

Freitag, 10.09.2010 - 20:00
Vereins- und Beobachtungsabend
Samstag, 11.09.2010
Neumondtreffen Vogelsberg
Freitag, 17.09.2010 - 20:00
Vereins- und Beobachtungsabend
Freitag, 24.09.2010 - 20:00
Vereins- und Beobachtungsabend
Freitag, 01.10.2010 - 20:00
Vereins- und Beobachtungsabend

Galerie Login

NASA Image Of The Day

Fourmile Canyon Fire
NASA Image Of The Day
08 Sep 2010
800x6001024x768Large