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Wasserdampfwolken umgeben hellen Riesenstern

 


Überraschende Erkenntnis wirft Fragen zur chemischen Zusammensetzung von Sternen im Endstadium auf

Mit Hilfe des Satellitenteleskops Herschel haben Astronomen große Mengen Wasserdampf mit einer Temperatur von rund 700 Grad Celsius in der Hülle des alternden Kohlenstoffsterns CW Leonis entdeckt. Diese überraschende Erkenntnis wirft neue Fragen zur chemischen Zusammensetzung von Sternen in ihren Endstadien auf, so die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe von „Nature“.

Im Sternbild Löwe befindet sich der rote Riesenstern CW Leonis, der Unmengen von Gas sowie Kohlenstoffstaub – insgesamt in der Größenordnung von einer Erdmasse pro Jahr – produziert. Er gibt den Astronomen Rätsel auf, seit 2001 erstmals Hinweise auf Wasserdampf in seiner ausgedehnten Hülle gefunden wurden: Seither stellt sich die Frage, wie Wasser um ein solches Objekt entstehen kann.

Denn ein kohlenstoffreicher Stern wie dieser ist normalerweise vor allem mit Kohlenmonoxid umgeben und nicht wie CW Leonis mit sauerstoffhaltigen Molekülen – wie H2O.

Spektroskopische Daten von Herschel

Dank des Satelliten Herschel der European Space Agency (ESA) gelang dem Forscherteam, an dem auch Astronomen um Franz Kerschbaum von der Universität Wien mitgewirkt haben, erstmals der klare Nachweis Dutzender Wasserdampflinien im Spektrum des tiefroten Sterns.

Wie die Wissenschaftler in Nature berichten, sind einige der aufgefundenen Spektrallinien nur durch Übergänge aus hochangeregten Zuständen zu erklären – was Temperaturen von etwa 700 Grad Celsius erfordert.

Es muss also Wasserdampf in der inneren, rußigen Hülle des Kohlenstoffsterns vorhanden sein. Möglicherweise entsteht er dort durch UV-Strahlung auf photochemischem Wege. Dies würde eine spezielle klumpige Struktur der Hochatmosphäre des Sterns voraussetzen.

Software aus Österreich

Herschel, mit dem die genannten Ergebnisse gewonnen wurden, beobachtet den Himmel im fernen Infraroten und verfügt über eine lichtsammelnde Fläche, die doppelt so groß ist wie jene des Hubble Space Telescope.

„Am Institut für Astronomie der Universität Wien wurde die Software entwickelt, welche es ermöglicht, die Daten noch an Bord des Satelliten genügend stark zu komprimieren, um sie zur Erde übertragen zu können“, so Kerschbaum.

(idw - Universität Wien, 02.09.2010 - DLO)

www.scinexx.de/wissen-aktuell-12199-2010-09-02.html

 
Geschrieben von: Administrator   

Perseiden-Sternschnuppen

Der alljährliche Auftritt der Sternschnuppen der Perseiden erreicht in der Nacht vom 12. auf den 13. August ein Maximum. Aber auch in der Zeit vom 3. bis 23. August sind vereinzelte Exemplare zu erhaschen. Zahlreich treten sie vom 10. bis 14. August auf. Von einem dunklen Ort fernab von Städten und Dunst können pro Minute im Schnitt zwei der schnellen Sternschnuppen gesehen werden. In diesem Jahr ist Neumond am 10. August. Dadurch bieten sich an den Tagen des Perseiden-Maximums jeweils von 22:30 Uhr bis 4:30 Uhr MESZ ideale Bedingungen für die Beobachtung.

Die Sternschnuppen der Perseiden sind ein jährlich konstant auftretender Sternschnuppenstrom, die im Maximum rund 100 Meteore für einen Standort produzieren (Vergleich: im November 2001 traten 2000 Leoniden-Sternschnuppen pro Stunde auf). Hierfür muss aber der Radiant im Zenit stehen, der Himmel sehr dunkel und mondlos sein. Der Radiant ist der Ort, aus dem die Sternschnuppen scheinbar strömen, im Falle der Perseiden das Sternbild Perseus. Traditionell werden die Sternschnuppenströme nach dem Radiant-Sternbild benannt. Die Sternschnuppen sind aber überall am Himmel zu sehen.

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Neues Projekt der Sternfreunde
Sonntag, den 11. Juli 2010 um 00:00 Uhr

Die neue Kuppel der Sternfreunde Menden wird gebaut

Abtransport mit  Kran und LKWDas neue Projekt der Sternfreunde Menden ist in Angriff genommen worden. Auf der Sternwarte Menden soll am Standort des alten Radioteleskops das Kuppelgebäude als Zuhause für das 14-Zoll-Schmidt-Cassegrain entstehen.

Die 3m-Kuppel, die bereits seit 18 Jahren auf dem Dach des Architekten Schulte in Bergheim im Sauerland verbracht hatte, wurde am 11. April 2010 von den Sternfreunden demontiert und mit Kran und Tieflader zur Sternwarte transportiert.

Das linke Bild zeigt, wie die Kuppel am alten Standort vom Dach gehoben wurde. In unserer Galerie finden Sie weiteres Bildmaterial.

 

Komet McNaught ist sichtbar!

von Jan Hattenbach, 06. Juni 2010, 20:23

Der Komet McNaught könnte in den kommenden drei Wochen hell genug für eine Sichtbarkeit mit dem bloßem Auge werden - wenn er nur nicht so dicht an der Sonne stünde, dass er praktisch nur in der hellen Morgendämmerung und tief am Nordhorizont gesehen werden kann. Am Wochenende konnte ich den Kometen das erste Mal erspähen und ablichten, nicht ganz einfach trotz (ausnahmsweise) bester meteorologischer Bedingungen.

Das Dumme bei Kometen ist: Sie werden um so heller und eindrucksvoller, je näher sie der Sonne kommen. Leider sind sie dann aber oft schwierig zu beobachten. Gerade McNaught (und zwar C/2009 R1 McNaught, wichtig zu betonen bei seinen vielen "Namensvettern") macht es uns dabei nicht einfach...

http://www.kosmologs.de/kosmo/blog/himmelslichter/sonnensystem/2010-06-06/komet-mcnaught-ist-sichtbar

 
Exkursion nach Röhrenspring
Freitag, den 25. Juni 2010 um 16:40 Uhr

Roehrenspring, 01 Mai 2010Sonnenbeobachtung beim Ski-Club Sundern an der Skihütte in Röhrenspring

Am 1. Mai besuchten die Sternfreunde Dieter Petrich und Heinz Niermann den Skiclub Sundern in deren Skihütte in Röhrenspring. Sonnenbeobachtung war angesagt. Zwischen den Wolkenlücken bot sich den Besucher immer wieder ein phantastischer Blick auf die Sonne. Ganz besonders neugierig waren die Kleinen. Kreisrund zeigte sich die Sonnenscheibe im Teleskop. Leider waren bei einer 30fachen Vergrößerung noch keine Sonnenflecken auszumachen, deshalb mussten hier die Erläuterungen der beiden Sternfreunde begnügen. Die einhellige Meinung der Besucher war, so hatten Sie noch nie unser Zentralgestirn gesehen. Zum Anschluss wurde mit dem Skiclub noch ein weiterer Beobachtungsabend im Herbst vereinbart. Denn die Skihütte liegt sehr schön mit freien Horizont in Richtung Süden und Streulicht gibt es an diesem Standort auch nicht.

 
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