Koordinaten Sternwarte

51°25'40'' Nord / 7°44'51'' Ost

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Beobachtungshinweise September 2017

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zur interaktiven Sternkarte

Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button "interaktive Sternkarte" geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf "Zeigen" klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies - Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greier

Der Fixsternhimmel im September über Menden

Noch beherrschen die Sommersternbilder die Himmelsbühne. Die nun wieder früher einsetzende Abenddämmerung lässt den Blick eher zum Firmament schweifen. Zu unserer gewohnten Beobachtungszeit werden wir feststellen, dass das Sommerdreieck bereits den Meridian nach Westen überschritten hat. Deneb steht um diese Zeit fast im Zenit, während Wega und Atair deutlich im Westen Position bezogen haben. Tief im Süden des Meridians finden wir das Sternbild des „Steinbocks“ und östlich davon den „Wassermann“. Am 15. Sept. zur Standardbeobachtungszeit 23 Uhr kann man mit dem Fernglas auf halber Höhe zum Zenit den Kugelsternhaufen M15 als Nebelfleckchen finden. M15 ist ca. 31 000 Lichtjahre von uns entfernt und mit unserem Teleskop auf der Sternwarte lässt er sich bereits in viele Einzelsterne auflösen. Wenn wir von M15 nach Osten schauen, sehen wir das Pegasus-Quadrat. Der griechischen Sage nach ist Pegasus ein geflügeltes Pferd und am Himmel muss man sich dieses Pferd umgekehrt vorstellen, also mit den Beinen noch oben. An „Pegasus“ schließt sich das Sternbild „Andromeda“ als lange Sternenreihung an in deren Mitte eine Sternenkette nach oben zeigt. Am Ende dieser Kette finden wir unsere Nachbar-Galaxie M31, auch „Andromedanebel“ genannt. Auch M31 kann bereits mit dem Fernglas als  kleines Nebelfleckchen unverwechselbar aufgespürt werden. Fotografisch ist der Andromedanebel auch für Amateure ein sehr interessantes Objekt, da es bereits mit wenigen Minuten Belichtungszeit fotografisch erfasst werden kann.

Astronomisches im Monat September

Die scheinbare Bahn der Sonne
In diesem Monat wandert die Sonne um ca. 11º in Richtung Süden. Ihre Bahn führt zunächst weiter durch den „Löwen“. Am 17. Sept. überschreitet sie die Grenze zur „Jungfrau“. Am 23. Sept. um 9:21 Uhr überquert die Sonne den Himmelsäquator, dieser Zeitpunkt markiert den astronomischen Herbstbeginn, es herrscht Tagundnachtgleiche. Die Nächte im astronomischen Sinne wachsen im September auf ca. 9 Std., während entsprechend die Tageslänge auf ca. 11 ¾ Std. schrumpft.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
07.09.2017 06:35 Uhr 13:20 Uhr 20:05 Uhr 21:20 Uhr
10.09.2017 06:50 Uhr 13:15 Uhr 19:45 Uhr 20:55 Uhr
20.09.2017 07:05 Uhr 13:15 Uhr 19:20 Uhr 20:30 Uhr
30.09.2017 05:20 Uhr 13:10 Uhr 19:00 Uhr 20:10 Uhr








Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 13 Std. und 30 Min, sie nimmt um 1 Stunde und 50 Minuten ab, um gegen Ende des Monats 11 Std. und 40 Min zu erreichen. Im Laufe des Monats sinkt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 48,3º auf ca. 37,2º am 30. September.

Der Lauf des Mondes
Zu Monatsbeginn finden wir den zunehmenden Mond im Sternbild „Schütze“ im Süden. Am
6. Sept. zeigt sich der Erdtrabant als Vollmond im „Wassermann“ im Südosten. Vier Tage weiter finden wir unseren Begleiter am Morgenhimmel im Sternbild „Walfisch“ im Südwesten. Sein „Letztes Viertel“ (Halbmond) am 13. Sept. erreicht unser Erdtrabant im „Stier“ und kann im Südosten am Morgenhimmel beobachtet werden. Ab dem 17. Sept. bis kurz vor Neumond können wir mit einem Fernglas am Morgenhimmel eine nicht alltäglich Konstellation von Mond, Merkur, Venus und Mars verfolgen. Die Neumondstellung wird am 20. Sept. im Sternbild „Jungfrau“ erreicht. Mit etwas Glück kann man die schmale Sichel des zunehmenden Mondes am 22. Sept. gegen 20 Uhr tief im Westen am Firmament ausmachen. Am 28. Sept. wird wieder eine Halbmondstellung erreicht. Nun steht unser Trabant, wie zu Monatsanfang wieder direkt im Süden im „Schützen“ und etwas weiter westlich zeigt sich der Ringplanet Saturn.

Mondphasen  
06.09.2017 Erstes Vietel ca. 09:05 Uhr
13.09.2017 Vollmond  ca. 08:25 Uhr
20.09.2017 Letztes Viertel ca. 07:30 Uhr
28.09.2017 Neumond ca. 04:55 Uhr

Die großen Planeten im September

Merkur  bietet zur Monatsmitte die zweite Morgensichtbarkeit in diesem Jahr. Er beendet am
4. Sept. seine Rückläufigkeit und wird wieder rechtsläufig. Am 12. Sept. erreicht Merkur seine größte westliche Elongation mit 17°56' Winkelabstand von der Sonne. Die max. Elongation fällt diesmal klein aus, da Merkur nur drei Tage später durch sein Perihel läuft. Trotz des kleinen Elongationswinkels kommt es zu einer Morgensichtbarkeit. Bei guten Sichtbedingungen kann man ab 10. Sept. nach Merkur Ausschau halten. Am 10.  Sept. geht der 0.0 mag helle Merkur um 5:15 Uhr auf. Etwa eine Viertelstunde später zeigt sich der flinke Planet knapp über dem Osthorizont. Bald darauf verblasst er in der zunehmenden Morgenhelle. Bis 16. Sept. nimmt die Merkurhelligkeit bis -0.8 mag zu, die Merkuraufgänge verspäten sich leicht auf 5:20 Uhr. Sowohl am 18.Sept. als auch am 19. Sept. bietet sich gegen 6 Uhr morgens ein seltener Himmelsanblick: Merkur, die abnehmende Mondsichel sowie Venus und Mars sind tief am Osthorizont vereint.
Auch Regulus im Sternbild „Löwe“ ist mit von der Partie.
Am 10. Sept. zieht Merkur 0.6 mag südlich an Regulus vorbei, wobei ein Fernglas hilfreich ist, diese Begegnung zu verfolgen. Am 16. Sept. wandert Merkur nur nördlich an Mars vorbei – es kommt zu einer extrem engen Begegnung. Mars ist allerdings nur in einem Fernglas zu erkennen.
Bis 22. Sept.  steigt die Helligkeit des flinken Planeten auf -1.1 mag an, seine Aufgänge verspäten sich jedoch auf 5:45 Uhr. Erfahrene Beobachter mit einem lichtstarken Fernglas können Merkur noch bis zum 25. Sept. am östlichen Morgenhimmel aufstöbern.


Venus  wird ihrer Rolle als heller Morgenstern gerecht. Allerdings verkürzt sich ihre Sichtbarkeitsdauer, denn sie wandert im Tierkreis nun wieder südwärts. Am 10. Sept. wechselt sie aus dem Sternbild „Krebs“ in den „Löwen“ und passiert am 20. Sept. dessen Hauptstern Regulus.  Am 18. Sept.  hält sich auch die schmale Sichel des abnehmenden Mondes nahe Regulus auf.  Auch Merkur und Mars sind mit von der Partie. Die Venusaufgänge verspäten sich im September erheblich. Geht die -3.9 mag helle Venus am 1. Sept. um ca. 3:40 Uhr auf und am 15. Sept. um ca. 4:15 Uhr, so erfolgt ihr Aufgang am 30. Sept. erst um ca. 5:00 Uhr.

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Mars erscheint nach der Monatsmitte allmählich auf der morgendlichen Himmelsbühne. Der rote Planet wandert rechtsläufig durch das Sternbild „Löwe“, wobei er immer südlichere Positionen einnimmt. Unter sehr guten Sichtbedingungen dürfte Mars erstmals am 20. Sept. knapp über dem Osthorizont in der Morgendämmerung zu erkennen sein; dann erfolgt der Aufgang des 1.8 mag hellen Mars um ca. 5:20 Uhr. Eine halbe Stunde nach Aufgang des roten Planeten hat er sich soweit über die dichtesten Dunstschichten am Horizont erhoben, dass er sichtbar wird.
Mit dem flinken Merkur kommt es zu nahen Begegnungen. Die Konjunktion mit ihm am 2. Sept. entgeht uns, da Mars und Merkur noch unter dem Horizont sind. Am 16. Sept. kommen Mars und Merkur einander sehr nahe. Erst in den Jahren 2036, 2068 und 2094 wird es zu einer ähnlich engen Begegnung von Merkur mit Mars kommen.
Da auch Venus am Morgenhimmel vertreten ist, kommt es zusammen mit der dünnen Sichel des abnehmenden Mondes zu netten Himmelsanblicken am 18. und 19. Sept. kurz nach  6:00 Uhr. Um Merkur und Mars auszumachen, empfiehlt sich ein lichtstarkes Fernglas..


Jupiter nähert sich seiner Konjunktion mit der Sonne, die er schließlich im letzten Oktoberdrittel einnehmen wird. Am 5. zieht der Riesenplanet nördlich an Spica in der „Jungfrau“ vorbei.  Um die Monatsmitte verabschiedet sich Jupiter vom Abendhimmel und wird für das bloße Auge unsichtbar. Am 1. Sept. geht der -1.7 mag helle Riesenplanet um 21:25 Uhr unter, am 10. um 20:55 Uhr  und am 20. Sept. um ca. 20:15 Uhr. Nach dem 20. Sept. wird man vergeblich nach Jupiter Ausschau halten.
 

Saturn  ist Planet am Abendhimmel. Bei Einbruch der Dunkelheit hat er seinen Süddurchgang bereits hinter sich. Er wandert zunächst noch recht langsam rechtsläufig durch den „Schlangenträger“. Die Helligkeit des Ringplaneten geht leicht zurück.  Die Saturnuntergänge verfrühen sich von ca. 0:05 Uhr am 1. Sept. auf  ca. 23:15 Uhr  am 15. Sept.  und auf ca. 22:15 Uhr am Monatsletzten.

Mitgliedsbereich

Mondphasen

Moon phase
Phase:
abnehmend

Ausleuchtung:
38%

Alter:
23 Tage

Distanz:
383,305 Km

Zeit:
12:14:49 CET

Datum:
12-11-2017

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