Der Fixsternhimmel im Juni über Menden  Nördlich einer geographischen Breite von 49º (Menden liegt bei 51º21’nördlicher Breite) ist auch um Mitternacht die Abenddämmerung noch nicht beendet, während es südlich von 49ºnördlicher Breite, so in Menden, nur für kurze Zeit richtig dunkel wird, d.h., die Sonne steht mindestens 18º unter dem Horizont. Damit ist der beste Zeitpunkt zum Betrachten des Sommerhimmels in diesem Monat die Zeit um Mitternacht. In den Ferienregionen des Mittelmeers kann der Sternenhimmel sehr viel früher betrachtet werden als in Menden. Abseits der hellen Lichtreklame zeigt sich dem Betrachter ein wunderschöner Abendhimmel.
Die Milchstraße steigt dann direkt im Süden am  Himmel empor. Beginnend im „Schützen“ verläuft das Band der Milchstraße über „Adler“, „Schwan“ und „Cassiopeia“ zum nördlichen Horizont. Rechts von der Milchstraße in Zenitnähe finden wir die „Leier“, die mit ihrem markanten Hauptstern, der bläulichweißen Wega, nicht zu übersehen ist. Wega ist ca. 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. Im Westen, aber immer noch steil über unseren Köpfen, finden wir den „Großen Wagen“, obwohl er zirkumpolar ist, bereitet er sich auf seinen Untergang in den nördlichen Dunstschichten vor.  In der Verlängerung der Deichsel  stoßen wir auf das Sternbild „Bootes“ oder „Bärenhüter“. Der Hauptstern Arktur ist deutlich als orangeroter Lichtpunkt zu erkennen. Am Horizont direkt im Süden finden wir den rötlich leuchtenden Antares im „Skorpion“. Die Scheren des Skorpions zeigen auf das Sternbild „Waage“, das sich etwas weiter westlich befindet. Oberhalb des „Skorpions“ finden wir die Sternbilder der „Schlange“ und des „Schlangenträgers“. Die beiden Sternbilder sind nur schlecht zu erkennen, weil sie erstens ineinander verlaufen und zweitens nur von schwachen und wenig markanten Sternen gebildet werden. In der griechischen Mythologie handelt es sich hier um die Schlange des Äskulaps, der wiederum mit dem Schlangenträger identisch ist. Die Schlange soll Äskulap ein heilendes Kraut gebracht haben.

Im Osten kündigt sich die heiße Jahreszeit mit dem Sommerdreieck, das jetzt voll aufgegangen ist, an. Es setzt sich aus den drei Sternen Wega in der „Leier“, Deneb im „Schwan“ und Atair im „Adler“ zusammen.

Tief im Süden, knapp über der Horizontlinie, leuchtet dunkelrot Antares im „Skorpion“. Wer in dunkler klarer Nacht zum Himmel schaut, der kann jetzt den sommerlichen Teil der Milchstraße sehen, der sich vom Nordpunkt bis zum Südpunkt des Horizontes erstreckt.

Die scheinbare Bahn der Sonne:
Der im Juni zurückgelegte Bahnabschnitt der Sonne beginnt oberhalb von Aldebaran im „Stier“. In diesem Sternbild erreicht unser Zentralgestirn auch am 21. Juni um 0:35 Uhr seinen nördlichsten Bahnpunkt. Damit beginnt auf der Nordhalbkugel der astronomische Sommer.

Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 16 Std. und 5 Min, sie wächst bis zum 21. auf 16 Std. und 25 Min an, um dann bis zum Ende des Monats auf 16 Std. und 15 Min wieder abzunehmen. Im Juni nimmt die Mittagshöhe der Sonne kaum zu, sie steigt lediglich von ca. 62,1° auf ca. 63,4° bis zum 21. Juni. Am Ende des Monats beträgt die Höhe zur Mittagszeit 63,2.