Der Sternenhimmel über Menden
Die Bahn der Sonne:
Die Sonne verlässt am 20. April das Sternbild des „Widder“, um anschließend ihre Bahn im „Stier“ fortzusetzen. Dabei bewegt sie sich um mehr als 10ºnach Norden auf ihrer Bahn. Das hat zur Folge, dass die astronomische Nacht (Sonne mindestens 18º unter dem Horizont) um gut fünf Stunden bis zum Monatsende schrumpft.
Sonnenauf- und untergänge:
1. April 7:00 Uhr auf, 13:25 Uhr höchster Stand, 19:50 Uhr unter und 21:05 Uhr Ende der Dämmerung;

10. April 6:40 Uhr auf, 13:20 Uhr höchster Stand, 20:05 Uhr unter und 21:20 Uhr Ende der Dämmerung;

20. April 6:20 Uhr auf, 13:20 Uhr höchster Stand, 20:20 Uhr unter und 21:40 Uhr Ende der Dämmerung,

30. April 6:00 Uhr auf, 13:15 Uhr höchster Stand, 20:35 Uhr unter und 22:00 Uhr Ende der Dämmerung.

Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 12 Std. und 50 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats auf 14 Std. und 35 Min zu. Im Laufe des Monats steigt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 44,5º auf ca. 54,8º am 30. April.

Der Lauf des Mondes:
Ab dem 7. April kann die schmale Sichel des Mondes mit etwas Glück tief im Westen aufgespürt werden. Am 12. April erreicht unser Begleiter seine Halbmondstellung im Sternbild „Zwillinge“. Am 18. April werden die Prozessionen über dem Kapellenberg von dem fast vollen Mond in ein dämmeriges Licht gehüllt. Karfreitag erreicht unser Trabant seine Vollmondstellung. Einen Tag nach Ostern in den frühen Morgenstunden am 23. April zeigen sich Jupiter und Mond genau im Süden nahe beieinander. Zwei Tage später steht Saturn auf dem Besuchsprogramm. Am Monatsletzten zeigt sich die schmale Sichel des Mondes kurz vor Sonnenaufgang am östlichen Firmament.

Mondphasen:
5. April: Neumond um ca. 10:50 Uhr; 12. April: Erstes Viertel um ca. 21:05 Uhr;
19. April: Vollmond um ca. 13:10 Uhr; 27. April: Letztes Viertel um ca. 0:20 Uhr;

Der Sternenhimmel
Im April ist die Orientierung am Fixsternhimmel besonders leicht, man braucht bloß zu vorgerückter Stunde, 22 Uhr Sommerzeit, steil nach oben in Richtung Zenit zu blicken und wird sofort die sieben Sterne des „Großen Wagens“ auf Anhieb erkennen: Der „Große Wagen“ steht jetzt direkt über unseren Köpfen. Er ist Teil der viel größeren Sternenfigur „Großer Bär“. Mit seiner Deichsel zeigt der „Große Wagen“ auf Arktur im „Bootes“ und in der weiteren Verlängerung erreichen wir
Spica in der „Jungfrau“.

Unterhalb des „Großen Wagens“ steht der „Löwe“ mit seinem Hauptstern Regulus. Wenn man Regulus, Arktur und Spica mit virtuellen Linien verbindet, dann entsteht ein gleichschenkliges Dreieck, das so genannte Frühlingsdreieck.
Unterhalb des „Löwen“ schlängelt sich die „Wasserschlange“ am Horizont entlang. Im Osten wird der „Löwe“ von der „Jungfrau“ und der „Waage“ verfolgt.
Im Westen bereiten sich die Wintersternbilder „Orion“, „Großer Hund“, und „Stier“ auf ihren Untergang vor. 2 bis 3 Stunden später sind dann auch der „Fuhrmann“, die „Zwillinge“ und der „Kleine Hund“ von der Himmelsbühne verschwunden.

Die großen Planeten im April:
Merkur kann im April nicht beobachtet werden, da seine Umlaufbahn unterhalb der Sonne verläuft.

Venus zieht sich langsam vom Morgenhimmel zurück. Sie geht am 1. April um 6:05 Uhr auf, so überschreitet sie am Monatsende gegen 5:15 Uhr den östlichen Horizont. Ab Mitte des Monats wird es schwierig, Venus in den horizontnahen Dunstschichten aufzuspüren.

Mars kann weiterhin in der ersten Nachthälfte beobachtet werden. Da seine Helligkeit sichtbar abnimmt, ist er kein auffälliges Objekt mehr am Firmament. Mars zieht seine Bahn durch das Sternbild „Stier“ und passiert am 16. April Aldebaran, den Hauptstern des Stieres.
Der Marsaufgang erfolgt am 1. April gegen 0:30 Uhr, am 15. April um ca. 0:25 Uhr und am 30. April um ca. 0:15 Uhr.

Jupiter wandert im Sternbild „Schlangenträger“ und bleibt am 10. April stehen und setzt zu seiner Oppositionsschleife an, d.h. er wandert rückläufig (von Ost nach West). Im Laufe des Monats nimmt seine Helligkeit auf -2.5 mag zu. Jupiter verlagert seine Aufgänge in die Zeit um Mitternacht. Am 1. Apr. geht er um ca. 2:15 Uhr auf, am 15. Apr. um ca. 1:20 Uhr und Ende April um ca. 0:15 Uhr.
Am 23. Apr. wandert der fast volle Mond oberhalb an Jupiter vorbei.

Saturn wandert durch den „Schützen“. Am Monatsletzten kommt er zum Stillstand und setzt zur Oppositionsschleife an. Im Laufe des Aprils baut der Ringplanet seine Morgensichtbarkeit deutlich aus. Am 1. Apr. geht er um ca. 4:00 Uhr auf, am 15. Apr. steigt er bereits um ca. 3:05 Uhr über die Horizontlinie und am 30. Apr. um ca. 2:05 Uhr. Ca. 20 Minuten nach seinem Aufgang wird Saturn am Firmament sichtbar.