Derzeit finden Sie sehr auffällig die Planeten Jupiter und Saturn im Süden und Mars im Osten an Sternenhimmel. Es sind derzeit extrem helle Objekte. Auf den Marsbildern ist die weiße Kappe des vereisten Nordpols zu sehen. Die Bilder sind an unserer Sternwarte sowie in Iserlohn entstanden.

 

Hier noch ein paar Daten zur Mars Aufnahme:
– aufgenommen am 03.09.20 gegen 3Uhr in Ihmert
– die Optik ist der Refraktor SS102M von Vixen (102mm/1000mm)
– aufgenommen mit 3000mm-Brennweite (3x-Barlow)
– Kamera ist die NexImage-Planetenkamera von Celestron
– als AVI aufgenommen und mit Registax gestackt

 

Mars setzt am 9. Sept. im Sternbild „Fische“ zu seiner Oppositionsschleife an: Er steht an diesem Tag vor dem Hintergrund der Fixsterne praktisch still und wird für die kommenden Wochen rückläufig, wandert an der Himmelssphäre also Richtung Westen. Dieser Effekt kommt durch das »Überholmanöver« der Erde auf der Innenbahn um die Sonne zu Stande – in Wirklichkeit setzt der Mars seine normale Umlaufbewegung natürlich fort. Am 1. Sept. geht der Rote Planet, dessen Farbe auffällig ist, um 21:50 Uhr auf und kulminiert um 4:26 Uhr. Bis zum 30. Sept. verfrühen sich diese Zeiten auf 19:45 Uhr. Mars wird zum Objekt für die ganze Nacht, und seine scheinbare Helligkeit erreicht zum Monatsende stolze –2,5 mag. Mars wird damit heller als Jupiter und nach Mond und Venus zur Nummer drei des Nachthimmels. Damit beginnt die beste Zeit zur Beobachtung des Planeten. Am Morgen des 6. Sept. steht der abnehmende Mond südwestlich des Mars.

Derzeit sind drei Raumsonden unterwegs zum Mars, “Al-Amal” Vereinigte Arabische Emirate, Sie soll in einer Ellipse von 22000 bis 44000 KM über dem Planeten fliegen. Der Marsrover Perseverance von den USA wir im Krater Jezero landen. Die Chinesische Mission besteht aus einem Orbiter und einen Lander welcher nach Eis und Wasser suchen soll. Die Ankunft sowie die Landungen sind für Februar 2021 gelant. Für die Nasa Mission sogar genau der 18.Februar 2021

 

 

Jupiter birgt Entdeckungspotenzial nicht nur für Profis. So entdeckte ein Amateurastronom ein neues Sturmgebiet auf dem Giganten, einen „Kleinen Weißen Fleck“. Der Gasriese beendet am 14. Sept. seine Oppositionsschleife. Er kommt an diesem Tag im Sternbild „Schütze“ zum Stillstand und wird rechtläufig und wandert also wieder Richtung Osten. Mit der Jupiter-Beobachtung sollte man früh beginnen: Der Planet lässt sich nach Ende der Dämmerung etwa 18 Grad hoch im Süden finden. Schon im Lauf der ersten Nachthälfte sinkt er sehr bald tief an den Südwesthorizont. Seine Kulmination verfrüht sich von 21:50 Uhr am 1. Sept. auf 20:00 Uhr am Monatsletzten; sein Untergang entsprechend von 2:00 auf 0:05 Uhr. Jupiters scheinbare Helligkeit fällt im Monatslauf von –2,6 auf –2,4 mag, und damit geht Jupiters beste Beobachtungszeit langsam zu Ende.

Saturn gerät am 29. Sept. in Stillstand, wie Jupiter kurz zuvor im Sternbild „Schütze“. Fast acht Grad östlich von Jupiter positioniert, kulminiert Saturn etwa eine halbe Stunde später als dieser, am 1. Sept. um 22:25 Uhr und am 30. Sept. um 20:30 Uhr. Seine Untergangszeiten verfrühen sich im gleichen Zeitraum von 2:45 Uhr auf 0:45 Uhr. Der 0,4 mag helle Ringplanet erscheint im Teleskop als etwa 17,5 Bogensekunden großes Scheibchen, dessen Ringsystem knapp 23 Grad geöffnet ist. Wie Jupiter versinkt auch Saturn im Lauf der Nacht recht bald am Südwesthorizont. Der Mond wandert am Abend des 25. Sept. südlich an Saturn vorbei.