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zur interaktiven Sternkarte Mit dem Online-Planetarium können Sie sich die Auf- und Untergangszeiten von Sonne und Mond, Planetensichtbarkeiten und vieles mehr anzeigen lassen. Probieren Sie es aus! Nachdem Sie auf den linken Button „interaktiv Sternkarte“ geklickt haben, offnet sich ein Fenster mit Startgrafik. Einfach auf „Zeigen“ klicken! Zum Betrachten brauchen Sie den Adobe Flashplayer. Flashskies – Online-Planetarium © Donald Wienand und Harald C. Greie

Astronomisches zum Jahresanfang
Astronomischer Ausblick auf das Jahr 2018
Das Jahr 2018 ist nach dem Gregorianischen Kalender ein Gemeinjahr mit 365 Tagen.
Beginn der Jahreszeiten
Frühling (Tagundnachtgleiche): 20. März 17:15 Uhr
Sommer (Sonnenwende): 21. Juni 11:07 Uhr
Herbst (Tagundnachtgleiche): 23. September 2:54 Uhr
Winter (Sonnenwende): 21. Dezember 23:23 Uhr
Sommerzeit: Die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) geht gegenüber der mitteleuropäischen Zeit um eine Stunde vor. Sie gilt vom 25. März bis 28. Oktober 2018.

Kalender 2018
Am 1. Januar beginnt das japanische Jahr 2678.
Am 14. Januar 2018 beginnt das Jahr 6731 der julianischen Periode.
Am 9. September mit Sonnenuntergang beginnt das jüdische Jahr 5779.
Am 14. September beginnt das Jahr 7527 in der byzantinischen Ära.
Am 21. September beginnt mit Sonnenuntergang das islamische Jahr 1440.

Finsternisse
In diesem Jahr ereignen sich fünf Finsternisse.
Am 31. Januar  und in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli findet je eine totale Mondfinsternis statt. Die
erste kann in Mitteleuropa nicht beobachtet werden, während die zweite in der ersten Nachthälfte am
27. Juli mit verfolgt werden kann. Die drei partiellen Sonnenfinsternisse am 15. Feb., am 13. Juli und
am 11. August können in Mitteleuropa nicht verfolgt werden.

Der Fixsternhimmel im Januar über Menden
Der abendliche Sternenhimmel im Januar ist besonders reich an hellen Sternen und mit seinen klaren Nächten auch hervorragend für Beobachtungen geeignet. Direkt über unseren Köpfen zieht sich das matt schimmernde Band der Milchstraße von Südost nach Nordnordwest, das aber nur fernab des störenden Streulichts bewundert werden kann. Zwei markante Sternbilder liegen direkt in diesem Band, und zwar das Himmels-W „Kassiopeia“ im westlichen Teil und der „Fuhrmann“ im südlichen Teil, zu erkennen an dem klassischen Fünfeck. Kapella, der Hauptstern des „Fuhrmanns“, steht fast im Zenit. Unterhalb des „Fuhrmanns“ schließt sich der „Stier“ mit den beiden offenen Sternenhaufen Hyaden und Plejaden an. Der orangerot schimmernde Aldebaran, Hauptstern des „Stiers“, ist nicht zu übersehen, er steht am 15. gegen 21:00 Uhr genau im Süden. Aldebaran ist ca. 68 Lj. von uns entfernt, 35 mal größer als unsere Sonne und er leuchtet ca. 1000 mal heller als die Sonne. Die Spitze vom „Fuhrmann“ zeigt direkt auf den großen Himmelsjäger „Orion“. Der „Orion“ ist ein so markantes Sternbild, dass es nicht übersehen werden kann, wir brauchen unsere Blicke am Abend nur in Richtung Südost bis Süd richten und man kann ihn deutlich erkennen. Hell wie ein Planet zeigt sich östlich vom „Orion“ in Horizontnähe Sirius, der hellste Stern, der von der Erde aus beobachtet werden kann. Er ist der Hauptstern vom Sternbild „Großer Hund“. Sirius steht der Erde mit 8,7 Lj. sehr nah, das ist auch der Grund dafür, dass er uns so hell erscheint. Wegen seiner Helligkeit wurde Sirius bei allen Völkern des Altertums, angefangen bei den Babyloniern, Ägyptern und Griechen, mit Sagen und Mythen umgeben. Östlich von „Fuhrmann“ und „Stier“ stehen die „Zwillinge“. Dieses Sternbild zeichnet sich durch seine klare Rechteckform aus, es gehört wie der „Stier“ zum Tierkreis.
Der Januar bietet allen Interessierten ein vielfältiges Beobachtungsfeld, ob mit bloßen Augen oder einem normalen Fernglas, die frühe Dunkelheit verbunden mit einem klaren Himmel lässt den Sternenhimmel besonders romantisch und eindrucksvoll erscheinen.

Einladung
Wir, die „Sternfreunde Menden“, möchten Sie wieder herzlich einladen, auch im Jahr 2018 bei uns zu Gast zu sein und mit uns die Tiefe und Unendlichkeit des Sternenhimmels zu genießen. Sie finden uns in Ostsümmern hinter dem Sportplatz am Hülschenbrauck, dort treffen wir uns jeden Freitag ab 20:00 Uhr.

Die Bahn der Sonne
Zu Beginn des Monats wandert die Sonne durch das Sternbild des „Schützen“, um dann am 20. Jan. die Grenze zum „Steinbock“ zu überqueren.
Der Januar ist in der Regel der kälteste Monat des ganzen Jahres. Um so erstaunlicher ist es, dass am 3. Jan. gegen 7 Uhr die Erde den sonnennächsten Punkt (Perihel) ihrer elliptischen Umlaufbahn mit ca. 149,1 Mio. km durchläuft, während sie den entferntesten Punkt (Aphel) ihrer Umlaufbahn am 6. Juli gegen 19 Uhr mit 152,1 Mio. km erreicht. Die ca. 3,0 Mio. km Differenz bewirken, dass das von der Sonne ausgehende Licht ca. 10 sec. früher als im Juli auf der Erde auftrifft. Die mittlere Laufzeit des Lichts von der Sonne zur Erde beträgt ca. 8 min. 20 sec.

Sonnenauf- und untergänge

Der Lauf der Sonne Aufgang Höchststand Untergang Dämmerungsende
01.01.2018 08:20 Uhr 12:25 Uhr 16:30 Uhr 17:50 Uhr
10.01.2018 08:15 Uhr 12:30 Uhr 16:40 Uhr 18:00 Uhr
20.01.2018 08:10 Uhr 12:30 Uhr 16:55 Uhr 18:10 Uhr
31.01.2018 07:55 Uhr 12:35 Uhr 17:10 Uhr 18:25 Uhr

Die Sonnenscheindauer beträgt am Anfang des Monats 8 Std. und 10 Min, sie nimmt bis zum Ende des Monats um 65 Minuten zu und beträgt dann 9 Std. und 15 Min. Im Laufe des Monats steigt die Mittagshöhe der Sonne von ca. 17,0 auf ca. 22,7 am 31. Januar.

Der Lauf des Mondes
Am 2. Jan. gegen 3:25 Uhr ist Vollmond. Drei Tage später gegen 6 Uhr finden wir den abnehmenden Mond bei Regulus im „Stier“. Am 11. Jan. um ca. 6 Uhr zeigt sich die abnehmende Mondsichel oberhalb von Mars und Jupiter im Sternbild „Waage“. Der weitere Mondlauf  verläuft unspektakulär und die schmale Sichel des zunehmenden Mondes nach Neumond ist am 19. Jan. tief in den Dunstschichten über Dortmund auszumachen. Sein Erstes Viertel am 24. Jan. erreicht unser Trabant auf der Grenze der Sternbilder „Fische“ und „Walfisch“. Zwei Tage später gegen 20 Uhr finden wir den zunehmenden Mond im Sternbild „Stier“. Die Vollmondstellung am 31. Jan. findet im Sternbild „Krebs“ statt.

Mondphasen
02.01.2018 Vollmond um ca. 03:25 Uhr
08.01.2018 Letztes Viertel um ca. 23:15 Uhr
17.01.2018 Neumond um ca. 03:15 Uhr
24.01.2018 Erstes Viertel um ca. 23:20 Uhr

Die Planeten

Merkur   erreicht am 1. Jan. seinen größten westlichen Winkelabstand von der Sonne. Unter guten Sichtbedingungen kann man den sonnennahen Planeten in der Morgendämmerung im Südosten entdecken.
Am 1. Jan. wird Merkur gegen 6:50 Uhr oberhalb der Dunstschichten  am Horizont sichtbar. Es bleibt allerdings nicht viel Zeit um ihn aufzuspüren, denn gegen 7:30 Uhr verblasst er bereits in der zunehmenden Helligkeit. Nach dem 10. Jan. wird man vergeblich nach Merkur Ausschau halten.

Venus  hält sich zu Jahresbeginn am Taghimmel auf. Am 9. Jan. steht sie in oberer Konjunktion zur Sonne und ist dann ca. 256 Mio. Kilometer von der Erde entfernt.

Mars  kann am Morgenhimmel gesichtet werden. Er wandert durch das Sternbild „Waage“ und wechselt am Monatsende in den „Skorpion“. Zu Monatsanfang geht Mars gegen 3:40 Uhr auf und am 31. Jan. gegen 3:25 Uhr. Am 7. Jan. kommt es zu einer engen Begegnung mit dem Riesenplaneten Jupiter. Mars wandert südlich an dem Riesenplaneten vorbei. Am 11. Jan. zeigen sich  gegen 7 Uhr Mars, Jupiter und der abnehmende Halbmond tief am südlichen Horizont.

Jupiter  wandert rechtsläufig durch die „Waage“ und ist am morgendlichen Südosthorizont zu sehen.
Am Monatsanfang geht Jupiter gegen 3:55 Uhr auf und am Monatsende bereits gegen 2:20 Uhr. Mit einer Helligkeit vom -2.0 mag ist Jupiter nach dem Mond das zweit hellste Gestirn am nächtlichen Firmament. Am 7. Jan. wird der Riesenplanet vom rötlichen Mars überholt. Das Dreigestirn Mars – Jupiter – Mond ist am 11. Jan gegen 7 Uhr tief am Südhimmel zu sehen.

Saturn wandert rechtsläufig durch den „Schützen“.  Ende des letzten Jahres stand Saturn in Konjunktion mit der Sonne. Bis Monatsende wächst sein westlicher Winkelabstand so weit, dass ab dem 25. Jan. gegen 6:30 Uhr die Aussicht besteht, ihn am Morgenhimmel aufzustöbern. Bis zum Monatsende verfrühen sich die Aufgänge auf ca. 6 Uhr.

Legende:
Elongation = Winkelabstand zweier Himmelsobjekte
Konjunktion = scheinbare Begegnung zweier Himmelsobjekte
mag (Magnitude) = scheinbare Helligkeit
AE = astronomische Einheit, ca. 150 Mio. km
Lj = Lichtjahr entspricht  9 460 730 472 580,8 km ˜ 9,5 Billionen km
Zenit = der Punkt am Himmel senkrecht über dem Beobachter
Seeing = Maß der Bildunschärfe durch Luftunruhe